Niederndodeleben (tbl) l Im letzten Spiel des Jahres haben sich die Oberliga-Handballerinnen des TSV Niederndodeleben gegen die Reserve des SV Union Halle-Neustadt einen verdienten 32:28 (14:15)-Erfolg gesichert. Grundlage für den Erfolg war eine überzeugende Abwehrleistung in der zweiten Halbzeit.

Mit den Gästen aus Halle stellte sich der Fünfte der Tabelle in der Wartberghalle Niederndodeleben vor. Die TSV-Frauen wollten an die starken Leistungen gegen Salzland (Platz drei) und Marienberg (Platz zwei) anknüpfen und nach der gehörigen Durststrecken endlich wieder punkten. TSV-Trainerin Ilka Bierhals musste erneut auf Silke Herbst und Jana Wolf verzichten. Nach 13-monatiger Verletzungspause war hingegen Tina Matthei wieder mit von der Partie.

In die Begegnung starteten beide Mannschaften übernervös. Ganze acht Fehlwürfe beziehungsweise Technik- oder Regelfehler auf beiden Seiten dauerte es, ehe Anika Wilke im Gegenstoß den Torreigen zum 1:0 (3. Spielminute) eröffnete. Das nervöse Spiel setzte sich weiter fort. Den Gästen gelang schnell die Führung (2:3, 6.), die sie auf einen Zwei-Tore-Vorsprung 4:6 (13.) ausbauten. Die TSV-Frauen schlossen in der Folge jeweils auf, die Gäste legten vor. Dabei stand sich die Heimsieben einer eigenen Führung selbst im Weg, ein Pfostentreffer (16.) von der Strafwurflinie bedeutete hier bereits den vierten vergebenen TSV-Strafwurf. Franziska Bartl markierte wenig später den 10:10-Ausgleich (22.). Im weiteren Spielverlauf nahmen sich beiden Mannschaften nichts. Über das 12:12 (25.) stellte Mandy Mainka als nun schon fünfte TSV-Strafwürfschützin sicher per Siebenmeter den 14:15-Pausenstand her.

Nach dem Seitenwechsel legten die Gäste anfangs noch vor, 17:18 (38.). Dann aber gewannen die TSV-Frauen immer mehr die Oberhand. Die TSV-Deckung agierte nun sehr beweglich, verschob geschickt und zwang Halle so wiederholt zu Fehlwürfen. Mandy Mainka erzielte folgerichtig die 19:18-Führung (39.). Die Heimsieben ließ den Gästen nun wenig Luft und baute die Führung über das 23:20 (42.) zum 25:21 (45.) aus. Die Hallenser Bank reagierte mit einer Auszeit und stellte das Spiel um, dies zeigte kurzeitig auch Wirkung, die Gäste verkürzten auf 25:23 (49.).

Nach dem 27:24 (53.) nahm auch TSV-Trainerin Ilka Bierhals ihre Auszeit. Die restliche Spielzeit lieferten sich beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch. Tina Matthei erhielt nach ihrer langen Verletzung einige Spielanteile, erzielte von Linksaußen sogar den Treffer zum 29:25 (55.). Die letzten drei Heimtreffer blieben Mandy Mainka vorbehalten, die damit ihre starke Leistung an diesem Tag unterstrich.

TSV-Trainerin Ilka Bierhals zeigte sich nach dem Abpfiff zufrieden: "Gerade im zweiten Durchgang haben wir heute mit unserer sehr beweglichen Deckungsarbeit Halle den Zahn gezogen. Im Angriff waren wir aus dem Rückraum sehr gefährlich, konnten auch die Außenspielerinnen immer wieder erfolgreich in Szene setzen."

TSV Niederndodeleben: Reimer - Bange (5), Ziegler (7/1), Bartl (3), Wilke (1), Matthei (1), Schottstedt (3), Mainka (9/4), Hartung (1), Bollmann (2)

Halle: Altner - Lucka (4), Nabert (1), Rosiak, Messerschmidt (5), Mewes (2), Michel (3), Bandis (5), Mittag (6/2), Masur, Just, Piep, Welle (2), Hildebrandt

Strafwürfe: TSV 9/5, Halle 3/2. Zeitstrafen: TSV 2, Halle 3. SR: Perll/Ehrentraut