Haldensleben (ipu) l Die Tischtennis-Landesmeisterschaften der Schülerinnen A sind mittlerweile Geschichte. In der Osterburger Landessportschule ging es für die 24 besten 13- und 14-jährigen Tischtennisspielerinnen aus Sachsen-Anhalt um nicht weniger, als die begehrten Landesmeistertitel im Einzel und im Doppel. Julia Prein aus Althaldensleben gelang dabei der ganz große Wurf. Sie holte für ihren TuS Fortschritt Haldensleben an der Seite von Theresa Weiß (TTC Prettin) die Goldmedaille im Doppel.

Der Weg zum Doppeltitel war steinig. Im Viertelfinale wartete auf das Doppel Prein/Weiß zwei bekannte "Kolleginnen" aus dem Bördekreis. Mit viel Mühe hieß es gegen Laura Peters/Maike Lolies (Rogätz) am Ende zwar glatt 3:0, doch Satz eins und drei holten sich Prein/Weiß jeweils erst in der Verlängerung. Weniger mühevoll gestaltete sich für Prein/Weiß das Halbfinale. Hier lösten sie mit einem ungefährdeten 3:0-Sieg gegen das Schwerzer Doppel Vanessa Pulver / Julia Deidok souverän das Ticket für das große Finale. Hier wartete auf Prein/Weiß erwartungsgemäß der absolute Turnierfavorit - die Ahlsdorfer Doppelkombination Lena Reckziegel und Jessica Naumann - gleichzeitig die beiden besten Einzelspielerinnen Sachsen-Anhalts. Prein/Weiß zeigten angesichts dieses harten Brockens keine Angst. Sie spielten gelöst auf und nutzten ihre Außenseiterrolle geschickt. Schnell führten sie 2:0 nach Sätzen. Doch so schnell gaben sich die haushohen Favoritinnen aus dem Mansfelder Land nicht geschlagen. Sie glichen zum 2:2 aus und es wurde noch einmal spannend. Nun musste im alles entscheidenden fünften Satz der Doppel-Landesmeister 2011 ermittelt werden. Die Spannung stieg und löste sich schlagartig, als Prein/Weiß ihren Matchball zum 11:7 verwandelten. Riesenjubel machte sich breit und bei der Siegerehrung leuchteten nicht nur die Goldmedaillen, sondern auch die Augen der beiden jungen Damen aus Prettin und Haldensleben und natürlich auch die der stolzen Eltern und Betreuer.

Im Einzelwettbewerb setzte sich Julia Prein in der Gruppe 3:1 gegen Maike Lolies (Rogätz) und 3:2 gegen Sarah Meier (Welsleben) durch. Als Gruppenerste bekam sie damit einen direkten Setzplatz für das Viertelfinale. Hier war dann gegen Sandra Mikolaschek aus Halle nach vier Sätzen Endstation. Trotz der Niederlage sammelte Julia wichtige Turniererfahrungen im Einzel.