Haldensleben l Die entscheidenden Wochen stehen in der Bördeoberliga an. Beantwortet der Nachholspieltag zu Pfingsten bereits wichtige Fragen im Auf- und Abstiegskampf der Liga?

Saison ist verlängert

Üblicherweise ist es der Mai, der für die großen Entscheidungen in einer Saison steht. Nun stellt er die Weichen für den Saisonendspurt, da die Bördeoberliga-Serie aufgrund des hartnäckigen Winters und der zahlreichen Spielausfälle um zwei Nachholspieltage im Juni verlängert wurde. Ein erster von drei Nachholspieltagen steht am verlängerten Pfingstwochenende an. Dieser steht, wie auch die vergangenen Spieltage, weiterhin ganz im Zeichen des Kampfes um den Klassenerhalt.

Grund dafür ist, dass die sogenannten „Kellerkinder“ um den Bebertaler SV und SV Groß Santersleben derzeit eine starke Rückserie spielen und dafür sorgen, dass die halbe Bördeoberliga im unmittelbaren Abstiegskampf steckt. Ein Szenario, das sich weiter zuspitzen könnte, falls der SV Santos im Heimspiel gegen den SV Gutenswegen/Klein Ammensleben erfolgreich bleibt.

Seit März nur Endspiele

„Wir stehen erneut vor einer wichtigen Partie. Gefühlt bestreiten wir seit März nur Endspiele um den Klassenerhalt“, so Heiko Hofmann, Trainer des Tabellenvorletzten. Eine Situation, die sicherlich nicht gewünscht ist, jedoch die Mannschaft seit Wochen beflügelt. „Wir sind als Mannschaft enger zusammengerückt und haben verstanden mit welchen Werten man in der Bördeoberliga punktet. Laufbereitschaft, Kampf und Wille sind der Trumpf“, erklärt Hofmann.

Mit Erfolg, denn der SV Santos liegt auf dem fünften Tabellenrang in der Rückrunde und landete zudem überzeugende Siege, wie zuletzt gegen Grün-Weiß Süplingen. Für die Partie gegen den SV Gutenswegen/Klein Ammensleben steht, bis auf eine Sperre, der volle Kader zur Verfügung.

Bebertal hat sich Luft verschafft

Etwas Luft im Abstiegskampf hat sich der Bebertaler SV gegen den Tabellennachbarn Harbker SV verschafft. Im „Sechs Punkte-Spiel“ blieb die Elf von Sebastian Feist mit 2:0 Toren erfolgreich und empfängt nun mit dem SV Altenweddingen ein „Schwergewicht“ der Liga. „Es muss unser Ansporn sein, das wir auch mal diese Mannschaften schlagen“, blickt Feist voraus, der die Gefahr von unten lauern sieht. „Für uns ist jeder Punkt Goldwert, wenn man die Punktausbeute des SV Santos in der Rückrunde sieht“, schätzt der Cheftrainer des Bebertaler SV ein.

Ein intensives Duell darf erwartet werden, streben die Gäste aus Altenweddingen für die letzten Saisonspiele das Maximum an Punkten an, um die Hoffnungen im Meisterschaftskampf weiterhin offen zu halten. Dass das Spiel in Bebertal kein Selbstläufer ist, zeigt auch die Historie. So trafen sich beide Teams unter selben Vorzeichen schon mal einmal – mit positivem Ausgang für den Bebertaler SV. „Dort wurde uns aufgezeigt, wie man spielt, wenn es um alles geht“, so SVA-Trainer Mirko Stieler.

Absage steht im Raum

Mit der zweiten Mannschaft des FSV Barleben, die mit 4:1-Toren beim SV Gutenswegen/Klein Ammensleben gewann, hat sich ein weiteres „Kellerkind“ am vergangenen Spieltag von der abstiegsbedrohten Zone ein kleines Stück entfernt. Doch die Sorgenfalten des Trainers, Christopher Schult, werden dadurch nicht kleiner, da aufgrund personeller Probleme eine mögliche Absage der Partie in Niederndodeleben im Raum steht. „Wir können erst kurzfristig darüber entscheiden, ob wir eine spielfähige Mannschaft zusammen bekommen“, erklärt FSV-Trainer Schult.

Ligaprimus Blau Weiß Neuenhofe beschließt am Pfingstmontag das Nachholspiel-Wochenende und empfängt im Heimspiel den TSV Niederndodeleben. Mit einem weiteren Erfolg kommt die Pooth-Elf der Meisterschaft ein weiteres Stück näher und hat gegenüber dem SV Altenweddingen noch ein Spiel mehr in der Hinterhand.

Weitere Spiele

TSV Hadmersleben - SV Hohendodeleben

Eilslebener SV - Grün-Weiß Dahlenwarsleben

Harbker SV Turbine - Grün-Weiß Süplingen

SV Hohendodeleben - SG Bülstringen (Pfingstmontag)