Haldensleben l Obwohl der HSC-Trainer abermals auf einige seiner Spieler verzichten musste, stimmte die Einstellung seiner Mannschaft und besonders im ersten Abschnitt glänzte der HSC mit viel Leidenschaft und Spielwitz.

Nach Anpfiff der Partie verstrichen gerade mal vier Minuten und Krüger (4.) bekam die erste Torgelegenheit. Seinen Schuss parierte aber Klötzer im Westerhäuser Tor. Wenig später diente Krüger als Vorbereiter und hatte das Auge für den einschussbereiten Mäde (10.), doch dessen Schuss ging um Haaresbreite über den Querbalken. Durch viele gewonnenen Zweikämpfe und Kreativität im eigenen Angriffsspiel spielten sich die Blau-Gelben in einen Rausch. So gab es in der 20. Minute gleich drei Einschussmöglichkeiten. Erst scheiterte Krüger völlig frei vor Klötzer, den Nachschuss von Sacher blockte die vielbeinige Gäste-Abwehr und den dritten Versuch von Duda parierte abermals Klötzer. Der mittlerweile mehr als verdiente Führungstreffer fiel in der 24. Minute. In einem starken Dribbling überrannte Wille die gesamte gegnerische Abwehr und bediente im Zentrum Siegmund. Dessen Schuss wurde wieder von Klötzer pariert, aber Wille kam erneut an den Ball und drückte ihn über die Linie. Nur zwei Minuten später bediente Sacher im Zentrum Lipowski, doch das sichere 2:0 vereitelte der gute Gäste-Keeper. Einen letzten Versuch vergab Krüger ( 35.) mit einem Schuss aus 25 Metern und so ging es mit einer verdiente Führung für den HSC in die Kabinen. Die Gäste waren mit dem Ergebnis gut bedient.

Krüger macht Strich durch die Rechnung

Allen möglichen Vorhaben der Harzer für Durchgang zwei machte Krüger einen Strich durch die Rechnung, als er in der 53. Minute einen direkten Freistoß in die Maschen zirkelte. Mit dem 2:0 befand sich der HSC nun ganz klar auf der Siegerstraße und musste bis dahin noch keine ernsthafte Torchance der Gäste zulassen.

Dies sollte sich aber Mitte der zweiten Halbzeit ändern, denn Mäde (65.) musste den Platz mit einer dummen Gelb-Roten Karte (Meckern) verlassen. Somit musste der HSC in Unterzahl die letzten 25 Minuten durchstehen. Dies beflügelte die Gäste zunehmend und der HSC bekam nun auch Druck auf das eigene Tor. Die HSC-Defensive leistete starke Arbeit und unterband einen Angriff nach dem anderen. Die beiden ernsthaften Chancen zum Anschlusstreffer durch Roldan (75.) und Eggert (80.) vereitelte Switala bärenstark im HSC-Gehäuse. So schaffte es der HSC, auch in Unterzahl das 2:0 über die Zeit zu bringen, und verdiente sich durch eine starke Leistung den Heimerfolg über Westerhausen.

Neunmal unbesiegt

Die starke Rückrunde der Wagner-Elf wurde damit fortgesetzt, denn in den letzten zehn Spielen schaffte es der HSC, neun Mal den Platz ungeschlagen zu verlassen.

Haldenslebens Trainer Marco Wagner nach dem Spiel: „Ich muss meiner Mannschaft mal wieder ein riesen Kompliment machen. Besonders in der ersten Halbzeit bot mein Team eine richtig starke Mannschaftsleistung und wir hätten deutlich höher zur Pause führen müssen. In den ersten 45 Minuten haben wir gezeigt, was möglich ist, wenn wir alle Vorgaben auf den Punkt genau umsetzen. Aber auch im zweiten Abschnitt, bei gefühlten 30 Grad, kämpfte meine Mannschaft bis zum Ende, obwohl wir in Unterzahl dagegen halten mussten. Ich bin am Ende hoch zufrieden mit dem geleisteten und natürlich auch über die erreichten 40 Punkte.“

Zum Saisonfinale muss der HSC nochmals auswärts antreten. Am Samstag gastieren die Blau-Gelben beim Tabellenschlusslicht Union Schönebeck.

Statistik

Haldensleber SC: Switala - Wille, Zimmermann, Schunaew, Duda - Mäde, Hevekerl (88. Müller), Sacher (85. Krause), Lipowski (59. Rosenbach), Krüger - Siegmund

Torfolge: 1:0 Wille (24.) , 2:0 Krüger (53.)

Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rote Karte für Mäde (65., HSC)