Barleben l Der auch in dieser Höhe absolut verdiente Heimsieg taugt aber nur bedingt für eine realistische Leistungseinschätzung. „Wichtig war das Ergebnis, aber tendenziell muss der Sieg noch höher ausfallen“, brachte es Christoph Schindler auf den Punkt. Hätten seine Schützlinge alle ihre Möglichkeiten genutzt, wäre der höchste Sieg des Tages nicht an Eintracht Elster (8:0 in Piesteritz), sondern an den FSV Barleben gegangen.

Potyka trifft zur Führung

Die Gastgeber lösten ihre personellen Probleme in der Innenverteidigung mit der Rückkehr von Peter Otte. Der 36-Jährige machte einen fitten Eindruck, kommandierte, spornte an. Seine Vorderleute suchten druckvoll den Weg nach vorn und erarbeiteten sich früh erste Möglichkeiten. So traf Pierre Falk nur den Außenpfosten. Wenig später begannen die frustrierenden Minuten von Denny Piele. Zunächst wurde sein Versuch auf der Linie geklärt (9.), dann verschoss der Torjäger einen Elfmeter, den Dennis Spitzer per Energieleistung herausgeholt hatte (11.).

Auch bei der dritten klaren Möglichkeit fehlte dem Angreifer beim Zuspiel auf Kalkutschke das richtige Timing (22.). Sekunden später war der Bann aber gebrochen. Marwin Potykas Pfund landete noch leicht abgefälscht zur Führung im Tor. Kurz vor dem Halbzeitpfiff des guten Schiedsrichters Franz Unger erhöhte der FSV auf 2:0. Marwin Potykas langer Ball fand den durchstartenden Göres, der überlegt auf Piele querlegte.

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Zu Beginn des zweiten Durchgangs entschied der Gastgeber die Partie endgültig. Toni Wasylyk traf erst per Fernschuss (50.), dann nach vielen Zweikämpfen aus Nahdistanz (62.). Das Spiel war zu diesem Zeitpunkt bereits von allen taktischen Fesseln befreit. Kelbra kam durch einen einfachen Ballverlust zum Ehrentreffer durch den auffälligen Morifere (65.). In den vogelwilden letzten 25 Minuten brachten die Barleber trotz Überzahl, Kelbra musste verletzungsbedingt zu Zehnt weiterspielen, nur noch einen weiteren Treffer auf die Anzeigetafel.

Piele setzt Schlusspunkt

Denny Piele markierte zehn Minuten vor dem Ende seinen zwölften Saisontreffer. „Wir haben noch viele einfache Sachen nicht gut gemacht, da werden wir im Training ansetzen. In der kommenden Woche rechne ich mit einem motivierteren Gegner“, blickte Schindler auf das Pokalmatch in Neuenhofe voraus.

Statistik

Tore: 1:0 Potyka (21.), 2:0 Piele (45.), 3:0 Wasylyk (50.), 4:0 Wasylyk (62.), 4:1 Morifere (65.), 5:1 Piele (80.)

Besonderes Vorkommnis: Piele (FSV Barleben) scheitert mit Foulelfmeter an Torwart Gurniak (11.).