Barleben l An Übungseinheiten in kleinen Gruppen ebenfalls nicht. „Wir können das Hygienekonzept der Gemeinde momentan nicht umsetzen“, erklärt Christoph Schindler.

Für den Coach aber kein Beinbruch. „Es ist mit der Mannschaft abgesprochen, dass wir nicht auf Biegen und Brechen versuchen werden, wieder zu trainieren. Weil wir im Moment noch gar nicht wissen, wofür und worauf wir uns vorbereiten sollen.“ Die Hängepartie um Saisonabbruch oder Fortsetzung dauert beim FSA bekanntlich immer noch an.

Trainerteam fordert Mannschaft heraus

Um den Wettkampfcharakter allerdings nicht komplett zu verlieren, rief der Übüngsleiter am vergangenen Montag die 60 000 Stufen-Challenge ins Leben. „Die Mannschaft muss bis kommenden Sonntag 60 000 Treppenstufen absolvieren. Schafft sie das, wird das Trainerteam bei der Abschlussfeier den ganzen Abend servieren“, sagt Schindler.

Doch die Sache hat für den Spielerkader einen Haken. „Die Stufen, die das Trainerteam in dieser Zeit bewältigt, werden vom Gesamtergebnis abgezogen.“ Und so waren in den vergangenen Tagen neben Schindler noch Christoph Grabinski und Betreuer Frank Herfurth im Einsatz. Denn schafft die Mannschaft die 60 000 Stufen nicht, darf sich das Trio beim Saisonausklang ausgiebig bewirten lassen.

Meldedaten bleiben geheim

Die Meldedaten der beiden Teams werden geheim zu unterschiedlichen Personen gesendet. „Natürlich basiert die ganze Aktion auf einer gewissen Vertrauensbasis, aber ich denke, die ist bei uns gegeben“, ist sich Schindler sicher. Um die 60 000 Stufen zu erreichen muss jeder der 19 teilnehmenden Spieler im Durchschnitt 3157 Stufen pro Woche, beziehungsweise 451 am Tag absolvieren.

Und dann ist die entscheidende Frage, in welchem Umfang das Trainerteam bereit ist, sich zu quälen. „Ich möchte keine genaue Zahl verraten“, übt sich Schindler in Verschwiegenheit über seinen Ausflug am Montag an den Mittellandkanal.