Haldensleben l Mit Selbstvertrauen und Zuversicht startete der Haldensleber SC in seine noch von keinem anderen Bördekreis-Team auch nur annähernd erreichte 17. Verbandsligasaison, die zwölfte nacheinander.

Angesichts nur eines Abganges hatte sich der Verbandsligist mit vier externen Zugängen und weiteren drei integrierten Nachwuchskräften im Hinblick auf ein anspruchsvolles Saisonziel erneut breiter aufgestellt. Denn die angestrebte einstellige Platzierung mit außerdem noch höherer Punktausbeute gegenüber dem Vorjahr bedeutet angesichts der aufgestockten Liga, mindestens die Hälfte der Konkurrenten hinter sich lassen zu müssen.

Dabei galt es auch die Offensiv-Lücke des langzeitverletzten Sebastian Tolle durch einige Neuzugänge , unter anderem Rückkehrer René Hasse schließen zu können. Eine recht erfolgreiche Testspielserie fand ihr Highlight mit einer knappen Niederlage gegen Regionalligist Germania Halberstadt. Danach jedoch wartete eine äußerst komplizierte Hinrunde, denn fünf der ersten sieben Gegner kamen zuletzt auf Tabellenrängen eins bis neun ein, dazu gesellte sich Oberligaabsteiger Zorbau.

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Abwehr steht von Beginn an

Mit großer Willensleistung bis ans Limit, taktischer Disziplin und mannschaftlicher Geschlossenheit wurden diese Auftakthürden mit beachtlichen 15 Zählern bei lediglich zwei Auswärtsgegentoren gemeistert.

Man platzierte sich damit zugleich als einziges noch unbesiegtes Team der Liga zwischenzeitlich in der Spitzengruppe auf Rang vier. Dass jedoch auch die nächsten Spiele keine Selbstläufer werden würden, musste die Mannschaft bereits am 10. Spieltag mit der ersten Saisonniederlage erfahren (1:3 in Bitterfeld), die allerdings saisonübergreifend erst die zweite im 23. Pflichtspiel hintereinander bildete.

Dann folgte ein gewisser Spannungsabfall, trotz zuvor respektablen Punktgewinnen gegen Westerhausen, Zorbau, Elster, Dölau und im sechsten Anlauf der erste Auswärtsdreier in Sangerhausen in Unterzahl, mit dem Abrutschen auf Platz acht.

HSC ist im Soll

Letztlich sorgte aber die am letzten Spieltag des Jahres erreichte positive Auswärtsbilanz (3:2 bei Fortuna) dafür, dass der HSC mit relativ überschaubarer Torausbeute (19) vor der Winterpause immerhin 26 Punkte verbuchte. Grund war die disziplinierte Abwehrarbeit und die Torerfolge von Lucas Krüger (7) und Tim Girke (5), darunter der Sonntagsschuss in Westerhausen mit dem anschließenden Auftritt im aktuellen Sportstudio.

Weitere Torschützen waren je einmal Dominik Sigmund, René Hasse, Felix Kaschlaw, Denny Hevekerl,Floralb Daxha, Sergio Christovao und Eugen Schunaew.

Der Pokaltraum lebt

Nach der Endspielteilnahme 2012 als bisher größten Erfolg der Vereinsgeschichte (0:4 gegen Drittligist Hallescher FC) und dem Viertelfinaleinzug 2017 (1:1/4:5 i.E. gegen Oberligist Stendal) arbeitet der HSC auch in dieser Saison wieder an einer Erfolgsstory im Landespokal.

Bereits nach Runde eins (2:1 bei TuS MD) als einzig noch im Wettbewerb verbliebenes Bördekreis-Team, schaffte die Wagner-Elf ein 3:0 in Arneburg und eliminierte nach einem willensstarken Kraftakt das Ligaspitzenteam aus Elster (3:2 n.V.). Im weiteren Pokalverlauf folgte ein toller 1:0-Sieg gegen den Vizelandesmeister und Oberliga-Aufsteiger 1.FC Merseburg. Damit steht die Mannschaft wie bereits 2012 überraschend im Halbfinale und trifft dann vielleicht auf „Wunschgegner“ Lüttchendorf aus der Landesliga-Süd. Für das Zählbare auf dem Weg ins Halbfinale sorgten Rene Hasse (3 Treffer), Denny Hevekerl, Tim Girke, Lucas Krüger, Felix Kaschlaw, Benjamin Sacher und der „Golden-Goal“ Dosenöffner fürs Halbfinale Dominik Siegmund (je 1). Tabellenplatz und Punktausbeute vor der Winterpause eröffnen der Wagner-Elf alle Chancen auf dem Weg zum selbstgesteckten Saisonziel 2019/2020.