Haldensleben l Der HSC baute dadurch seine Erfolgsserie auf sieben Spiele ohne Niederlage aus.

Die Gastgeber kamen besser in die Partie und in den ersten 15 Minuten zu Gelegenheiten. Aber HSC-Keeper Switala entschärfte die Kopfbälle von Zern (7.) und Richter (13.). Die bis dahin beste Chance vereitelte abermals Switala, als er den Versuch von Zern (15.) an den Pfosten lenkte.

In der Folge sorgte der HSC für deutlich mehr Entlastung und kam selbst zur ersten riesen Gelegenheit. Krüger bediente Lipowski (18.) in den Lauf, der alleine vor Halles Keeper Guth auftauchte. Der Torwart war bereits geschlagen, doch Halles Saul (18.) kratzte den Ball von der Torlinie. Nun war auch der Gast im Spiel und fortan egalisierten sich beide Mannschaften. Verbissene Zweikämpfe und zwei starke Abwehrreihen ließen wenig Torchancen zu.

Feine Einzelleistung

Kurz vor der Halbzeitpause sollte der HSC aber ein Mittel finden, in Person von Tim Girke. Im Ammendorfer Strafraum vernaschte Girke (40.) gleich drei Akteure und schob zur Führung ein.

Nach dem Pausentee überstand der HSC die ersten 15 Minuten, indem die Gastgeber den Druck erhöhten, ohne sich aber eine zwingende Torchance herauszuspielen. Den ersten gefährlichen Schuss von Zern (60.) parierte abermals Switala stark. Die Haldensleber Abwehrkette verrichtete beste Arbeit und machte es dem Favoriten immer schwerer.

Girke muss vom Platz

Auf der Gegenseite versuchte es Duda (68.) aus 20 Metern, doch seinen Schuss entschärfte Guth glänzend. Dann gab es einen Nackenschlag für die Elf von HSC-Trainer Wagner. Nach einem Foulspiel an Tim Girke hob Linienrichterin Hartmann die Fahne und Schiedsrichter Kahlert zeigte dem gefoulten Girke die Gelbe Karte, zum Entsetzen aller HSC-Akteure. Da Girke (74.) bereits mit Gelb vorbelastet war, musste er mit der Ampelkarte den Platz verlassen.

So musste der HSC die Schlussviertelstunde in Unterzahl bestreiten. Jetzt rückte das Team noch enger zusammen und stemmte sich gegen wütende Hallenser Angriffe. Aber auch nach dem Platzverweis sollten die Gastgeber kein Mittel finden, um die Defensive zu knacken.

Tolle erneut verletzt

So verstrichen die Schlussminuten und der HSC konnte die knappe Führung über die Spielzeit bringen. Mit dem Abpfiff gab es leider noch die zweite Hiobsbotschaft für die Blau-Gelben, denn ohne Gegnereinwirkung verletzte sich Sebastian Tolle (90.+5) abermals schwer am Knie, so dass er dem HSC für lange Zeit fehlen wird.

So war es für die Wagner-Elf mit dem Platzverweis von Girke und der Verletzung von Tolle ein teuer erkaufter Auswärtssieg. Die Disziplin und Einstellung sind derzeit aller Ehren wert.

Marco Wagner sagte nach dem Abpfiff: „Das war heute ganz große Klasse. Wieder gingen meine Jungs an die Leistungsgrenze und es freut mich ungemein, dass wir nun auch eine Mannschaft aus den Top Drei der Liga schlagen konnten. Im zweiten Abschnitt hatte Halle sicherlich mehr Spielanteile, doch die Art und Weise wie meine Mannschaft verteidigt hat, war grandios. So steht am Ende ein sicherlich nicht unverdienter Sieg. Die mannschaftliche Geschlossenheit ist seit Wochen großartig. Bitter ist natürlich die erneute Verletzung von Sebastian Tolle, aber er wird von uns jegliche Unterstützung bekommen, um wieder auf die Beine zu kommen.“

Ob der HSC auch im achten Spiel in Folge ungeschlagen bleibt, wird sich am kommenden Samstag zeigen. Dann empfangen die Blau-Gelben im heimischen Waldstadion den SV Kelbra.

Statistik

Haldensleber SC: Switala - Wille, Schunaew, Zimmermann, Krause - Mäde, Cristovao, Duda, Girke, Lipowski (90.Rosenbach) - Krüger (86.Tolle/90+5 Hampel)

Tor: 0:1 Girke (40.)

Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rote Karte für Tim Girke (74.).