Haldensleben l Am Ende fehlte dem Haldensleber SC ein Treffer oder eine glücklichere Schiedsrichterleistung, um sich im Landespokalfinale gegen den höherklassigen Halleschen FC in die Verlängerung zu kämpfen. Die knapp 200 Zuschauer an der Jahnallee sahen aber eine tolle Leistung ihres Teams. Für den Nachwuchs des Haldensleber SC war dies einer der größten Erfolge der jüngsten Vereinsgeschichte.

Hallescher FC übernimmt Initiative

Bei schönstem Fußballwetter und fast 200 Zuschauern war alles für ein Fußballfest angerichtet. Der HFC übernahm von Beginn an die Initiative, ohne sich aber ein wirkliches Übergewicht zu erspielen.

In der neunten Minute der erste Aufreger, der letztendlich das Spiel entschied. Der Gästestürmer wird vom Haldensleber Verteidiger im Strafraum bedrängt und fair vom Ball getrennt. Aber Schiedsrichter Kevin Shaikh entschied zur Überraschung aller auf Elfmeter. Nach einigen heftigen Diskussionen mit den HSC-Spielern nahm sich Marcio Pälchen vom HFC den Ball und vollendete zur Führung.

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Hallescher FC hat Chancen

Im weiteren Verlauf wurde die Partie etwas nickliger, wobei der Schiedsrichter sicherlich auch hier bei einigen Entscheidungen nicht immer richtig lag. Halle nutzte die Unruhe und kam zu einigen Chancen, wobei Odin Wolf im HSC-Tor einen Glanz-Tag erwischte. Mit einigen sehr guten Paraden hielt er sein Team weiter im Spiel.

Nach vorn ging beim Gastgeber sehr wenig, da die Bälle zu leicht hergeschenkt wurden. So blieb es zur Halbzeit beim 0:1. Im zweiten Abschnitt sah man einen besser aufspielenden HFC, der seine Chancen aber leichtfertig vergab oder am HSC-Keeper scheiterte. Die Gastgeber stemmten sich mit aller Kraft gegen die Hallenser und versuchten weiter auf Konter zu setzen. Leider wurden die sich bietenden Möglichkeiten nicht konsequent zu Ende gespielt.

Freistoß geht ans Tor-Kreuz

Mitte der zweiten Halbzeit wurden von beiden Seiten die Zweikämpfe zum Teil hart an der Grenze geführt, was immer wieder zu Diskussionen, zu Gelben und zu einer gelb-roten Karte führte. Kurz vor Schluss ein Raunen auf den Zuschauerrängen. Hannes Ebel setzte einen Freistoß aus 22 Metern genau auf das Tor-Kreuz.

Dies sollte die einzige wirklich gefährliche Torchance des HSC bleiben. Kurz danach pfiff der Schiedsrichter ab. Es ist wirklich schade, dass dieses Finale durch eine fragwürdige Schiedsrichterentscheidung entschieden wurde. So bleibt ein fader Beigeschmack. Die enttäuschten Jungs vom HSC können trotzdem stolz auf ihre Leistung sein. Sie haben dem Regionalligisten alles abverlangt.

Die Siegerehrung führten Henry Glaue und Heinz Körner vom FSA durch. Der HSC gratuliert dem HFC zum Pokalerfolg, was anhand der Spielanteile und Torchancen letztendlich auch verdient war.