Kelbra l Zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten, kosteten dem HSC am Ende etwas Zählbares. Die ersten 45 Minuten verschlief der HSC und musste zwei Gegentreffer hinnehmen und vergab dabei sogar einen fälligen Foulelfmeter. Der zweite Abschnitt gehörte ganz klar den Blau-Gelben, doch bis auf den Anschlusstreffer von Lucas Krüger, gab es keine weiteren Treffer.

Von Beginn an hatten die Gastgeber, auf einen nicht Verbandsliga tauglichen Fußballplatz, mehr vom Spiel und hatten die nötige Aggressivität in den Zweikämpfen. Der HSC fand ganz schwer ins Spiel und lief dem Ball oft hinterher. Es war nur eine Frage der Zeit bis die Gastgeber in Führung gingen. Nach einer scharfen Flanke beförderte Nosov (13.) mit einem wuchtigen Kopfball das Leder in die Maschen.

HSC liegt zur Pause hinten

Auf der Gegenseite versuchte es Krüger (20.) aus der Ferne, ohne Gefahr für Kelbras Torwart Zierdt. Beim zweiten Versuch von Krüger (28.) keimte schon mehr Gefahr auf, diesmal ging sein Schuss knapp am Pfosten vorbei. Der folgende Gegenangriff ergab das 2:0 für die Gastgeber. Wieder kam eine Flanke in den Strafraum und diesmal verwandelte Otto mit dem Fuß (30.).

Von nun an agierte der HSC griffiger im Spiel und nahm endlich die Zweikämpfe an. Einen Freistoß von Girke ließ Zierdt nur abprallen und beim Versuch des Nachschusses wurde Girke gefoult. Doch passend zur ersten Halbzeit vergab Mäde den fälligen Strafstoß und setzte das Leder an die Querlatte (39.).

Mit dem Pausenpfiff kam Mäde nochmal zu einer Torchance, aber im Duell mit Zierdt blieb er der Verlierer (45.). Es ging mit einem 0:2-Rückstand in die Kabinen.

HSC nach der Pause aktiver

In der Halbzeitansprache fand HSC-Trainer Wagner anscheinend die richtigen Worte. Sein Team agierte deutlich aggressiver und ließ auf einem katastrophalen Untergrund, sogar Spielwitz verspüren. Der HSC erarbeitete sich reihenweise gute Chancen. In der 57. Minute schickte Hübner mit einem langen Ball Krüger auf Reisen, der das Leder an Zierdt zum 2:1 vorbeilegte.

Chancen zum Ausgleich liegen gelassen

Der HSC warf alles in die Waagschale und wollte mit aller Macht den Ausgleich. Die größte und beste Gelegenheit sollte durch eine Doppelchance entstehen. Erst wurde Siegmund freigespielt und scheiterte allein vor Zierdt, danach kam Mäde zum Nachschuss, doch der Ball ging über das Tor.

Der HSC verdiente sich mehr und mehr den Ausgleich. Doch die Zeit lief davon. Die letzte gute Möglichkeit vergab der eingewechselte Lipowski (83.). Zwar übte der HSC noch Dauerdruck aus, eine ernsthafte Chance gab es nicht mehr.

Aufgrund der zweiten Halbzeit wäre ein Unentschieden am Ende nicht unverdient gewesen.

Wagner zieht Fazit

Das sah auch HSC-Coach Wagner so: „Meine Mannschaft verschlief die ersten 40 Minuten und verspielte somit die Möglichkeit auf ein erfolgreiches Auswärtsspiel. Es lief im ersten Durchgang nicht rund und somit passte auch der vergebene Elfmeter ins Geschehen. In der zweiten Halbzeit klappte vieles besser, doch wieder ließen meine Jungs zu viele Torchancen liegen. Ein Remis wäre am Ende verdient gewesen. Es konnte leider kein vernünftiges Verbandsligaspiel zustande kommen, denn mit einem halbwegs ordentlichen Fußballplatz, hatte dies nichts zu tun. Unser Ziel bleibt es bis zur Winterpause noch sechs Punkte zu holen und dazu haben wir noch drei Möglichkeiten dieses Jahr. Die erste in 14 Tagen beim Heimspiel gegen Thalheim.“

Statistik

Haldensleber SC: Switala – Wille, Schunaew, Zimmermann, Hübner – Mäde, Girke, Krüger, Hevekerl (46. Lipowski), Sacher – Siegmund (80. Hampel)

Tore: 1:0 Nosov (13.), 2:0 Otto (30.), 2:1 Krüger (57.)