Haldensleben l Der HSC hat sein Heimspiel gegen Union Schönebeck nach anfänglichen Schwierigkeiten noch mit 4:1 gewonnen. Damit beendet der Haldensleber SC die Hinrunde der Verbandsliga auf Rang sechs. Der letzte Gegner vor Winterpause sollte sich für den Haldensleber SC als harte Nuss erweisen. Das Tabellenschlusslicht Union Schönebeck machte es den Blau-Gelben besonders im ersten Durchgang schwer und ging sogar nach vier Minuten in Führung.

Im zweiten Abschnitt drehte die Elf von Trainer Marco Wagner richtig auf und traf noch ganze vier mal ins Schönebecker Tor. Am Ende hätten es sogar sechs oder sieben HSC-Treffer sein können, wenn man nicht so schlampig mit den vielen Chancen umgegangen wäre.

Sommermeyer-Elf beginnt forsch

In der Anfangsphase sollte der HSC nicht ins Spiel finden und fabrizierte reihenweise Fehlpässe. Effektiver hingegen waren die Gäste aus Schönebeck, die mit ihrem ersten Angriff prompt zum Erfolg kamen. Glage setzte sich im Alleingang über die linke Seite durch und im Zentrum brauchte Dehnecke (4.) den Ball nur noch über die Linie drücken. Nur fünf Minuten später versuchte es abermals Dehnecke (9.) mit zwei Schussversuchen, die beide Male Switala entschärfte.

Lipowski gleicht aus

Das HSC-Spiel fand einfach nicht statt und man näherte sich nur mühselig dem Gästetor. Knapp eine halbe Stunde war gespielt, dann produzierte der HSC den ersten gelungenen Angriff des Spiels. Kapitän Girke tankte sich in den Strafraum durch und behielt das Auge für den freien Lipowski (27.), der Union-Keeper Pingel keine Abwehrchance ließ. Den wichtigen Ausgleich nahm der HSC mit in die Kabine und Trainer Wagner schien seine Mannschaft mit der Halbzeitansprache wachzurütteln.

Im zweiten Durchgang sahen die Zuschauer im Waldstadion einen anderen HSC, der sich plötzlich reihenweise Offensivaktionen erspielte. Nach einem Freistoß von Girke beförderte Zimmermann (51.) das Leder an die Querlatte und den Nachschuss versenkte Duda. Doch jener stand im Abseits und somit verpuffte der Torjubel.

Girke nervenstark

Dies war aber das Signal zur Wende des Spiels. Die nächste Chance vergab Girke (60.) selbst, als sein Schussversuch aus 20 Metern um Zentimeter am Pfosten vorbei ging. Dann folgte die 70. Spielminute und nach einem Eckball gab Schiedsrichter Schwermer völlig zurecht Handelfmeter. Diesen verwandelte Kapitän Girke (70.) sicher und drehte somit das Spiel. Trainer Wagner brachte frische Offensivkräfte mit Siegmund, Stadler und Kaschlaw.

Nur fünf Minuten nach dem Elfmeter war es Siegmund, der beim Schussversuch im Strafraum von den Beinen geholt wurde und erneut ertönte zurecht der Pfiff von Schwermer. Wieder trat Girke (75.) an, verwandelte abermals und stellte die Weichen mit dem 3:1 klar auf Heimsieg. Nun spielte sich der HSC förmlich in einen Rausch.

HSC vergibt höheren Sieg

Drei Minuten später bediente der starke Lipowski im Zentrum den völlig freien Siegmund (78.), doch jener schoss den Ball aus drei Metern am Gehäuse vorbei. Besser machte es Siegmund in der 82. Minute als Vorbereiter, denn er beförderte den Ball punktgenau auf Stadler (82.), der zum entscheidenden 4:1 traf. Der HSC schien immer noch nicht genug zu haben und wenn Stadler (84.) und Kaschlaw (88.) nicht zwei hundertprozentige Torchancen vergeben hätten, wäre das Ergebnis noch deutlicher ausgefallen.

Somit verabschiedet sich der HSC in die Winterpause mit einem beachtlichen sechsten Tabellenplatz. Nach einigen Hallenturnieren, Testspielen und einem Trainingslager empfängt der HSC Ende Februar zum Rückrundenstart die Mannschaft vom VfB Sangerhausen im Waldstadion.

Wagner zieht positive Bilanz

Trainer Marco Wagner zieht eine positive Bilanz nach der Hinrunde. „Die 20 Punkte hätte ich nach den drei Niederlagen zum Auftakt blind unterschrieben. Wir liegen im Soll, wissen aber auch, dass wir nach der Winterpause weiter hart arbeiten müssen.“ Zum Spiel sagte der Coach: „Unsere erste Halbzeit war nicht gut. Wir haben all das gemacht, wovor ich gewarnt habe. Es war kein Leben, keine Passsicherheit, keine Aggressivität in der Mannschaft. Im zweiten Durchgang hat die Mannschaft das dann vernünftig gemacht und wenn wir am Ende unsere Chancen besser nutzen, kann das Resultat noch höher ausfallen.“

Statistik

HSC: Switala -Wille (57.Siegmund), Zimmermann, Duda (70.Stadler), Hübner - Mäde, Cristovao, Girke, Hevekerl, Sacher (79.Kaschlaw) - Lipowski

Torfolge: 0:1 Dehnecke (4.) , 1:1 Lipowski (27.) , 2:1 Girke (70./11m) , 3:1 Girke (75./11m) , 4:1 Stadler (82.)