Schackensleben l Bis in die Schlussminute hinein stand es 2:2, dann markierte der Favorit noch den Siegtreffer. Auf dem Sportplatz in Schackensleben trafen zwei junge Teams aufeinander. Vor dem Anpfiff hatte man sich auf drei Drittel Spielzeit geeinigt, um in erster Linie personell und taktisch viel auszuprobieren. Im ersten Abschnitt wollte Trainer Sven Körner „Wildwest“ spielen, das zweite Drittel war sein Team defensiv eingestellt und sollte per Konter agieren und im dritten Drittel trat der VfB mit einem Mix aus den beiden ersten Varianten an.

Halberstadt mit vielen Chancen

Die erste Phase lief gut aus Sicht der Vorharzer: Sehr wild, immer mit Druck nach vorne, mit viel Lautstärke, mit viel Tiefenläufen ging es in Richtung HSC-Tor. Das war die Spielweise, für welche der neue Trainer künftig stehen will. „Wir hatten etliche Chancen, müssen 3:0, 4:0 führen“, so Körners Bilanz nach dem ersten Drittel. So stand es lediglich 1:0 für die Germanen.

Auch im zweiten Drittel zeigte der VfB gute Ansätze, kam zu Chancen. Ein individueller Fehler leitete dann das 1:1 – sehenswert per Seitfallzieher von Kevin Zimmermann in den oberen rechten Winkel abgeschlossen – für den HSC ein. Auch der spätere Treffer zum 2:2 war Folge einer Unkonzentriertheit. Nico Hübner spielte das Leder in der eigenen Hälfte zu kurz zurück zu Keeper Till Brinkmann. Haldenslebens Angreifer Philipp Krause war im Vorteil und legte die Kugel vorbei am Torwart.

Wie schon beim Ausgleich zuvor zeigte der VfB Germania jedoch, dass der Wille zur Wende da war. In den Schlussminuten drückte der Gast noch einmal und kam mit der letzten Szene der Begegnung noch zum 3:2-Siegtreffer. Per Kopfball hatte sich Michael Kwabena Ambrosius energisch nach einer Ecke durchgesetzt. Auffällig: Die Begegnung wurde intensiv geführt. Das bestätigte auch Trainer Körner, ohne dem zu viel Bedeutung beizumessen. „Es war schon sehr hart geführt, ja, aber einige Fouls würde ich auf der anderen Seite in einem Trainingsspiel nicht pfeifen. Da würde es weiterlaufen. Letztlich müssen sich die Jungs daran gewöhnen – in der Regionalliga geht es auch so ab. Das sehe ich nicht so eng.“

HSC-Trainer zufrieden

Sein Gegenüber Marco Wagner war zufrieden mit dem Test: „Wir bekommen nur ein Gegentor aus dem Spiel heraus, damit kann man zufrieden sein. Die Mannschaft hat das heute gut gemacht. Wenn man bedenkt, wer noch alles gefehlt hat, können wir wirklich optimistisch nach vorne gucken, auch wenn wir das gute Resultat nicht überbewerten.“