Haldensleben l Mit wenig Glanz meisterte des Haldensleber SC die erste Runde im Landespokal von Sachsen-Anhalt. Beim unterklassigen Landesliga-Vertreter TuS Magdeburg siegte die Mannschaft von Trainer Marco Wagner mit 2:1-Toren und zieht somit in die nächste Runde ein. Diese wird am Montag um 16.30 Uhr ausgelost.

In den ersten 45 Minuten lief eigentlich alles nach Maß und der HSC kam mit seiner Favoritenrolle zurecht. In einem Spiel auf ein Tor vergaben bereits in der Anfangsphase Hasse (9.) und Hevekerl (11.) beste Möglichkeiten zur Führung. Beide scheiterten völlig frei vor Magdeburgs Keeper Miedlich. Der HSC versuchte immer wieder eine Lücke in der tiefstehenden Magdeburger Abwehr zu finden, was sich nicht immer einfach gestaltete.

HSC drückt auf die Führung

So dauerte es bis zur Mitte der ersten Halbzeit, ehe Siegmund (30.) freigespielt wurde, er aber nur den Pfosten traf. Besser machte es wenig später HSC-Stürmer Hasse (37.), als er an der Strafraumgrenze frei gespielt wurde und den Ball unter Miedlich im Tor versenkte. Die längst überfällige HSC-Führung beflügelte das Offensivspiel weiter und so traf aus linker Position Hevekerl (45.) mit dem Pausenpfiff zum 0:2. Nach starken 45 Minuten ging es für den HSC mit einer souveränen Führung in die Kabinen.

Die zweite Halbzeit begann so wie die erste aufgehört hatte. Der HSC suchte die endgültige Entscheidung und vergab mit Kaschlaws Lattenschuss (55.) die große Möglichkeit zum 0:3. Auch der eingewechselte Daxha (65.) konnte völlig freistehend den Ball nicht im Tor unterbringen.

Spannung in der Schlussphase

In den letzten 25 Minuten des Spiels musste Trainer Wagner mit ansehen, wie das Spiel seiner Mannschaft immer mehr verflachte. Der HSC ließ sich die Partie immer mehr aus der Hand nehmen und verlor völlig den Faden. Dies wurde in der Schlussviertelstunde bestraft. Nach einem Freistoß von der linken Seite kam der Ball zu Niemann (75.), der aus kurzer Distanz zum 1:2-Anschlusstreffer traf.

So waren plötzlich die Gastgeber mit ihrer aller ersten Chance im Spiel zurück und witterten Morgenluft. Nur zwei Minuten später hatte Reuper (77.) sogar den Ausgleich auf dem Fuß und hätte den Spielverlauf auf den Kopf stellen können.

Die letzten Minuten musste der HSC reichlich Abwehrarbeit verrichten und wehrte sich gegen eine mögliche Verlängerung, aber eine nennenswerte Chance sollte TuS Magdeburg nicht mehr bekommen. So kam der HSC aufgrund einer schwachen zweiten Halbzeit mit einem blauen Auge davon.

HSC-Trainer Wagner gibt Einschätzung

HSC-Coach Wagner sagte nach Schlusspfiff: „Meine Mannschaft spielte eine starke erste Halbzeit, in der wir es ganz klar verpasst haben deutlicher zu führen. Dennoch war die 0:2-Führung souverän und eigentlich darf dann nichts mehr anbrennen. Den Leistungsabfall im zweiten Durchgang müssen wir aufarbeiten, das darf uns als Verbandsligist nicht passieren. Letztendlich haben wir als Favorit die Pflichtaufgabe im Pokal erfüllt und sind gespannt auf den kommenden Gegner“. So startet der HSC mit zwei Siegen, aber am Samstag wird der Mannschaft wieder alles abverlangt werden, wenn es zum schweren Auswärtsspiel nach Westerhausen geht.