Haldensleben l Der HSV reiste verletzungsgeschwächt an, da er noch immer auf Hannes Kruse und neu auf David Stolze verzichten musste. Letzterer hatte sich beim Abschlusstraining so sehr verletzt, dass er auch die kommenden Spiele ausfallen wird.

In der Stendaler Sporthalle an der Schillerstraße gingen die Gäste durch Christoph Frank in der zweiten Spielminute in Front. Erik Leinung und Chris Rosentreter erreichten zwar anschließend prompt den Führungswechsel, doch es blieb in der Folge ausgeglichen.

Frank rettet den HSV über die 1. Halbzeit

Für die Haldensleber Mannschaft erzielte Frank übrigens alle fünf Treffer zum Spielstart. Die HVL-Abwehr bekam den Torjäger nur sehr schwer in den Griff. „Großes Lob an Christoph Frank. Er war in der ersten Halbzeit ganz klar unsere Lebensversicherung. Ohne ihn hätte zum Schluss ein ganz anderes Ergebnis gestanden“, so HSV-Coach Enrico Sonntag. Stendals Mannschaft aber steigerte sich bis zur Mitte der ersten Spielhälfte erheblich. Das untermauerte Markus Grimmer mit seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 11:7 in der 18. Minute der Partie. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war der HSV endlich im Spiel angekommen, waren auch nach 9:13-Rückstand voll konzentriert und kamen Schritt für Schritt heran an die Stendaler Handballer. Zur Halbzeitpause hieß es leistungsgerecht 16:16-unentschieden.

Spannung steigert sich in der zweiten Hälfte

Die Stendaler Mannschaft erarbeitete sich zu Beginn der zweiten Spielhälfte zweimal einen Zweitore-Vorsprung. Doch die Gäste konterten, Nick Blume markierte den Zwischenstand von 21:22 (43.). Tim Krähe antwortete mit dem Treffer zum 24:22 (45.). In der Folge gelang es bis zur 57. Minute keinem Team mehr, mit mehr als einem Tor zu enteilen. Stendals Tom Schumann brachte sein Team da mit 31:29 in Führung. Die Halle tobte.

Die Sonntag-Sieben reagierte taktisch klug. Zunächst gelang Tim Teßmann der Anschlusstreffer zum 31:30. Danach erhielt Stendals Rosentreter zwei Minuten vor Schluss eine Zeitstrafe, für die er eigentlich nicht viel konnte, weil ein Haldensleber praktisch in ihn hinein lief. Den fälligen Siebenmeter markierte Frank zum 31:31. Der HSV, jetzt in Überzahl, warf alles nach vorne, um in den letzten Sekunden noch ein Tor zu machen, doch ging der Ball nicht rein und so blieb es bei der Punkteteilung.

Haldensleben bleibt an der Tabellenspitze

„Wir waren natürlich maßlos enttäuscht, dass wir das entscheidende Tor nicht gemacht haben. Unterm Strich muss ich allerdings sagen, dass das Unentschieden gegen Stendal in Ordnung ging“, analysierte Sonntag.

Durch dieses Ergebnis ist es an der Spitze weiterhin spannend. Mit dem Remis bleibt der HSV der Ligaprimus, dicht gefolgt von den Stendaler Handballern und von der HSG aus Osterburg. Bevor es in eine zweiwöchige Spielpause geht muss der HSV am kommenden Spieltag noch einmal ran. Dann empfängt er zu Hause die HSG Altmark West, auch hier weiterhin verletzungsgeschwächt.

HSV Haldensleben: Strauß, Möritz (1), Buchwald, Teßmann (1), Frank (14, 5/5), Blume (4), Bierhals, Wuzel (1), Wölkerling (3), Zinkler, Tysack (3), Köcke (3), Weinert