Irxleben l  Trotz starker Heimbilanz und nur drei Punkten Rückstand auf Rang eins zur Winterpause, blieb der Mannschaft von Thomas Sauer der große Wurf erneut verwehrt und am Ende nur Rang vier. „Die Meisterschaft so lange wie möglich offen halten“, wollte Thomas Sauer in der Winterpause. Diesen Auftrag konnte seine Mannschaft in der Rückrunde nicht erfüllen. „Das hat nicht funktioniert. Wir haben Spiele nicht gewonnen, die du in so einer Phase gewinnen musst, wie etwa bei Preussen oder in Westerhausen. Und dazu haben wir Punkte gelassen in Spielen, in denen wir uns spielerisch regelrecht blamiert haben wie gegen Heyrothsberge oder besonders in Thale“, erklärt der Trainer.

Schon in diesen Worten auffällig, es waren die Auftritte auf fremden Plätzen, die dem SVI-Coach Kopfschmerzen bereiteten. „Ein Blick auf das Torverhältnis der Auswärtstabelle reicht, um zu sehen, dass wir oft unkonzentriert waren. Wir haben es nicht geschafft, den Fokus auf das Spiel zu richten und uns dementsprechend vorzubereiten.“ So gab es auf fremden Plätzen nur vier Siege zu bejubeln. Zu wenig für ein echtes Spitzenteam.

Ist das Team hungrig genug für mehr?

Aber will der SV Irxleben wirklich so eines sein? In den letzten Jahren reichte es der Mannschaft oben mitzuspielen. Mit der individuellen Qualität im Kader wurden ordentliche Platzierungen (3./4./3.) erreicht. Die Stimmung in der Truppe ist blendend, sie ist eine große Familie.

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Doch ist das Team hungrig genug für mehr? Eine Frage, die auch den Trainer umtreibt. „Die Mannschaft hat in dieser Frage natürlich Mitspracherecht. Aber ich bin Sportler, möchte jedes Spiel gewinnen. Und wenn man das tut, steigt man auf. Danach kann man sich immer noch entscheiden, ob man den Schritt in die nächste Liga wahrnimmt oder nicht.“ Für Sauer ist die Sache also klar, doch die Spieler müssen die Antwort in den kommenden Wochen und Monaten geben. „Sie sind jetzt im besten Fußballeralter und müssen wissen, ob sie bereit sind, den nächsten Schritt zu machen.“ Der Coach selber wird nach drei Jahren seine Trainingsmethoden und Ansprache ändern. „Ansonsten hat man zu viele Abnutzungserscheinungen.“

Frisches Blut bekommt der Kader in diesem Jahr nur durch vier A-Jugendliche, die nach der Vorbereitung bewertet werden sollen. Ansonsten bleibt das Team unverändert. Und mit ihm auch das taktische Korsett. „Mit der Grundausrichtung und der Spielidee haben wir Erfolg gehabt. Es fehlt noch ein bisschen die Bindung in vorderster Linie, da müssen wir mehr spielerische Lösungen finden“, gibt Sauer Einblick in die Trainingspläne. Aber auch ohne die perfekte Anbindung absolvierte Tobias Herrmann seinen Torjägerjob einmal mehr überragend. Mit 26 Treffern sicherte er sich die Torjägerkrone. Neben dem Goalgetter überzeugten auch Steffen Worlich und Simon Schwenke, der eine ganz starke zweite Halbserie spielte. Andere hingegen konnten nicht wie erwartet glänzen. So blieb Paul Stier hinter seinen guten Leistungen aus der Vorsaison und auch Tim Ahlemann konnte die in ihn gesetzten Erwartungen, teils verletzungsbedingt, kaum erfüllen.

Was dennoch mit diesem Kader möglich ist, zeigten die Heimspiele. 32 Punkte, 41 Tore und nur 12 Gegentreffer – so lautet die Bilanz des SVI im heimischen Wildpark. Es ist die Bilanz eines Titelkandidaten.