Niederndodeleben l Wird sich das Rennen um die Meisterschaft am 26. Spieltag der Bördeoberliga vorentscheiden? Bleibt der Kampf um den Ligaverbleib weiter spannend? Nicht nur diese Fragen wird der kommende Spieltag beantworten, auch die Mannschaften aus dem Tabellenmittelfeld können entscheidende Weichen zum Saisonfinale stellen. Ist der TSV Niederndodeleben auf dem Weg zur Kreismeisterschaft noch zu stoppen? Der Spitzenreiter präsentierte sich in der Rückrunde formstark, holte sieben Siege aus neun Spielen und gewann dabei richtungsweisende Partien in Dahlenwarsleben und Gröningen. „Das ist schon eine starke Bilanz. Wir haben gegenüber den Vorjahren auch die knappen Spiele für uns entschieden“, reflektiert TSV-Akteur Sascha Neumann die gewachsene Mentalität, die man auch beim jüngsten Auswärtssieg in Gröningen unter Beweis stellte.

Das Siegergen dürfte auch im kommenden Heimspiel gegen Blau-Weiß Neuenhofe unerlässlich sein. Gelingt der Elf von Jörg Müller im Spitzenspiel ein Erfolg, dürften auch die letzten Zweifel rund um die Meisterfrage verstummen. „Die Stimmung ist ausgezeichnet, die Trainingsbeteiligung hoch und der Spaß kommt auch nicht zu kurz“, kann Neumann nur Positives aus der aktuellen Lage ziehen. Kann die SG Blau-Weiß Neuenhofe unter diesen Voraussetzungen überhaupt als Partycrasher fungieren? Mit Selbstvertrauen dürfte die Elf von Kevin Pooth nach einem Last-Minute-Sieg gegen Eilsleben zum Ligaprimus reisen. „Wenn wir noch in den Meisterschaftskampf einsteigen wollen, brauchen wir unbedingt einen Sieg“, sieht der Coach des amtierenden Kreismeisters den Druck auf seiner Mannschaft lasten. Der Blau-Weiß Trainer geht beim Duell der beiden besten Rückrunden-Mannschaften von einem tiefstehenden Gegner aus. „Wir müssen die Konter unterbinden“, weiß Pooth um die Stärken des TSV. Das Hinspiel entschieden die Neuenhofer mit 4:2 gegen Niederndodeleben.

Neuer Trainer soll Wende bringen

Im Fokus des Spieltags steht auch das Kellerduell zwischen dem Bebertaler SV und Blau-Weiß Wanzleben. Für den Kampf um den Ligaverbleib haben sich die Gastgeber für das Saisonfinale neu aufgestellt. Nach dem Motto „Alles neu macht der Mai“ installierten die BSV-Verantwortlichen mit Kevin Köhne, vormalig Trainer des Eilslebener SV, einen neuen Mann an der Seitenlinie. Mit Erfolg, denn nach fünf Niederlagen in Serie gelang den Bebertalern beim SV Gutenswegen/Klein Ammensleben die Trendwende.

„Das erste Spiel mit der Mannschaft hat mir gut gefallen“, geizte der neue BSV-Trainer nicht mit anerkennenden Worten nach dem 3:2-Erfolg, die er auch an Vorgänger Sebastian Feist richtet. „Er hat hier gute Arbeit geleistet“, weiß der neue Übungsleiter einzuschätzen. Nach einem spielfreien Wochenende wartet nun ein echter Gradmesser im Abstiegskampf. „Das ist kein Spiel, wie jedes andere“, betont der BSV-Coach die Brisanz gegen die Wanzleber, die mit der Hypothek einer 0:6-Niederlage beim Tabellenvorletzten Flechtinger SV in die Partie gehen werden. „Wichtig ist, dass wir nicht verlieren“, erklärt Köhne das eigene Ziel. Im Falle eines Erfolgs würden die Hausherren den Tabellennachbarn überholen und auf Platz zwölf stehen.

Ergebniskrise beendet

Nach einem schwächeren Start in die Rückrunde hat Germania Kroppenstedt die Ergebniskrise beendet und die Stimmung mit zwei Derbysiegen gegen Hadmersleben und Gröningen verbessert. „Diese Erfolge entschädigen für so einiges in dieser Saison“, weiß Björn Kaczur, sportlicher Leiter der Kroppenstedter, den Stellenwert der Partien einzuschätzen.

Für das kommende Auswärtsspiel beim SV Gutenswegen/Klein Ammensleben möchte sich die Germania für die deutliche 3:7-Niederlage aus der Hinserie revanchieren. „Ich erwarte ein Spiel auf Augenhöhe, aber wenn wir so geschlossen auftreten wie gegen Hadmersleben, wird es schwer, uns zu schlagen“, gibt sich der aktiv spielende Funktionär optimistisch. Interessant wird darüber hinaus zu beobachten sein, wie die Elf von Heiko Hoffmann die 1:6-Niederlage aus der Vorwoche beim SV Grün-Weiß Dahlenwarsleben verkraftet hat.

Ein Spiel auf Augenhöhe kann beim Rangachten Eilslebener SV erwartet werden, der den Tabellennachbarn SV Groß Santersleben empfängt. „Das Hinspiel war sehr umkämpft mit dem glücklicheren Ende für uns“, erinnert sich ESV-Trainer Marco Schulze an den 2:0-Auswärtserfolg. „Sie werden sich revanchieren wollen“, geht der Eilslebener Übungsleiter von einer motivierten Gastmannschaft aus. Indes möchten die Hausherren die unglückliche Niederlage in Neuenhofe schnell aus den Köpfen bekommen. „Es heißt Mund abputzen und nach vorne schauen“, gibt sich Schulze kämpferisch vor dem Heimspiel.

Alle Partien werden am Samstag, ab 15 Uhr, zeitgleich angepfiffen.

Die Ansetzungen im Überblick:

GW Süplingen - Flechtinger SV

Harbker SV - Eintracht Gröningen

Bebertaler SV - BW E. Wanzleben

Gutensw./Kl. Amm. - G. Kroppenstedt

FSV Barleben II - TSV Hadmersleben

Eilslebener SV - Gr. Santersleben

TSV Niederndodel. - BW Neuenhofe