Wolmirstedtl Sowohl im Pokal als auch in den Punktspielen war für die Wolmirstedter keine Erfolge. Umso größer die Freude über den unerwarteten 30:29-Erfolg in des Gegners Halle, nachdem Kali zur Pause noch deutlich mit 17:13 hinten lag.

Als krasser Außenseiter waren die Ohrestädter in die Partie gegangen und zumindest vom Ergebnis her verlief auch die erste Halbzeit entsprechend. Burg führte schnell mit 4:0 und ließ Kali lediglich beim 8:6 Mitte der Halbzeit bis auf zwei Tore herankommen. Die Wolmirstedter erspielten sich bis dahin zwar beste Chancen, scheiterten aber immer wieder am überragenden Burger Keeper oder den eigenen Nerven.

Rückstand zur Pause

So auch besonders nach dem 8:6. Die Gastgeber nutzten die Wolmirstedter Abschlussschwäche und zogen dank etlicher Konter bis auf 14:7 (22. Minute) davon. Damit schien die Begegnung gelaufen, denn auch in der Abwehr leisteten sich die Ohrestädter leichte Fehler und unterstützten die Torhüter nur selten. Mit zunehmender Spieldauer bekamen die Wolmirstedter nicht nur den Ball, es wurde ohne Haftmittel gespielt, sondern auch den Gegner besser in den Griff. Doering, Lieblich und vor allem Kiss brachten Kali mit einem 5:0-Lauf 14:12 (26.) wieder in Schlagdistanz. Die Hausherren zeigten sich aber unbeeindruckt und vergrößerten ihren Vorsprung bis zum Seitenwechsel noch einmal auf vier Tore.

Einstellung passt

Dieses Polster hielt bis zum 19:15 (35.). Danach hatte Kali hatte die richtige Einstellung in der Deckung gefunden und konnte sich jetzt vor allem auf den starken Hübner im Tor verlassen. So startete die Kunert-Sieben mit einem Tor von Paul zum 19:16 trotz mehrfacher Unterzahl die Aufholjagd. Als Drosowski vom Kreis den 19:19-Ausgleich markierte, war alles wieder offen (40.). Danach gelang es keiner Sieben einen entscheidenden Vorteil zu erreichen. Die Führung wechselte mehrfach. Als Kali bei eigener 23:21-Führung eine Zeitstrafe kassierte, nutzten die Burger die Überzahl zum 23:23-Ausgleich (49.) und hatten danach bis zum 29:28 in der 57. Minute meist mit einem Tor die Nase vorn.

Happy-End in der Schlussphase

Kali ließ sich jedoch nicht abschütteln und kämpfte mit großem Einsatz um den Sieg. Nach einem gewonnenen Eins-gegen-Eins-Duell entschieden die Schiris auf Strafwurf, den Kali eiskalt zum 29:29 verwandelte. Danach eine weitere Parade von Hübner und erneuter Ballbesitz für Wolmirstedt. Da waren noch 90 Sekunden zu spielen. Mit Übersicht und Geduld wurde Drosowski am Kreis freigespielt und vollendete sicher zum 30:29. Diesen Vorsprung verteidigte Kali in den verbleibenden 30 Sekunden mit großem Einsatz und wurde am Ende mit dem Sieg belohnt.

„Eine tolle kämpferische und zum Schluss auch spielerische Leistung der gesamten Mannschaft. Wir haben trotz klaren Rückstandes nie aufgegeben. Klasse die Abwehrleistung in der zweiten Halbzeit“, äußerte Betreuer Lippoldt nach der Partie.

Statistik

Kali: Kuhlman - Hübner, Lauenroth (2) ,Laaser; Kiss (7), Paul (4) , Drosowski (3/1), Lieblich (5), Doering (7/3),M. Beymann (2).