Haldensleben l In einem von Beginn an umkämpften und später emotionalen Pokalkrimi machte ein Kopfballtreffer von Domenik Siegmund in der 55. Spielminute den Unterschied. „Ich spüre momentan nur noch Glückseligkeit und Stolz darüber, mit wie viel Leidenschaft und Herz die Mannschaft heute aufgetreten ist. Wir sind an die Grenze gegangen“, sagte Marco Wagner kurz nach Spielende. Seine Mannschaft kam am Reformationstag über die einfachen Dinge, stand in der Defensive eng, arbeitete konzentriert gegen Gegner und Ball und setzte ein, zwei Nadelstiche gegen den Oberligisten, der zunächst selbstsicher begann. Aus der Überlegenheit der Merseburger, die sicherlich keinen der 308 Zuschauer überraschte, resultierten etliche Standards.

Doch zu Glanzparaden wurde Florian Switala nicht gezwungen. Fünf Minuten vor der Pause die größte Möglichkeit im ersten Durchgang: Nach einer Merseburger Ecke leitete Switala den schnellen Konter ein. Über Krüger kam der Ball glücklich zu Sacher, der nur noch den Torwart vor sich hatte. Doch Lukas Wurster lenkte das Leder an den Pfosten. Die zweite Einladung schlug der Gastgeber aber nicht mehr aus. Zehn Minuten nach Wiederbeginn machte Kaschlaw das Spiel schnell, legte den Ball zu Sacher heraus, dessen Flanke Siegmund im Zentrum ins Tor köpfte. Die Partie wurde von Minute zu Minute hektischer, doch der HSC musste nur noch eine brenzlige Situation überstehen, als Switala stark gegen Seidemann hielt und der Ball um Zentimeter am Tor vorbei ging.