Neuenhofe l  Doch nach drei Niederlagen in den ersten vier Punktspielen ist von der Euphorie nach dem Kreispokalsieg nicht mehr viel zu spüren.

Am Sonnabend kam alles zusammen. Eine Rote Karte kurz vor der Halbzeit und ein verschossener Elfmeter in Durchgang Nummer zwei gipfelten in der höchsten Heimniederlage seit gefühlten Ewigkeiten.

Gründe sind vielschichtig

Nach dem 0:4 gegen den Eilslebener SV steht Blau-Weiß Neuenhofe auf Tabellenplatz elf und damit weit weg von den eigenen Ambitionen. Die Gründe für den Neuenhofer Negativlauf sind vielschichtig. „Es sind viele kleine Faktoren, die sich dann summieren“, sagt Kevin Pooth. Zum einen ist die personelle Situation angespannt. Mit Matusek, Borrock, Rademacher, König und Schendel fehlen wichtige Spieler verletzt, dazu kommen jetzt noch Sperren (Helmecke) und Urlaub (Zink). Einige Akteure gehen angeschlagen in die Partien.

Zum anderen sind die Spieler, die auflaufen, zur Zeit kein Kollektiv mehr. „Wir sind momentan weniger eine Mannschaft auf dem Platz, als viel mehr elf Einzelspieler“, legt der Neuenhofer Trainer den Finger in die Wunde.

Pooth appelliert an sein Team

Eine weitere Ursache ist sicherlich auch der Pokalerfolg vor dem Saisonstart. „Ich denke schon, dass das eine Rolle spielt“, sagt Pooth. Mit klaren Siegen marschierte seine Mannschaft zum Titel, schoss im Halbfinale Wulferstedt ab und ließ im Endspiel dem OSC keine Chance. Den Sprung zurück, zum harten Liga-Alltag scheinen nicht alle Spieler geschafft zu haben. Gegen Gegner, die mindestens auf Augenhöhe sind, reichte die Leistung in der Frühphase der Saison jedenfalls nicht aus. In Gutenswegen, in Bebertal und zuletzt eben gegen Eilsleben setzte es Niederlagen. „Wir brauchen am Sonnabend in Osterweddingen eine Mannschaft auf dem Platz, die bereit ist alles für den Erfolg zu geben“, appelliert Pooth auch an den Charakter seines sonst so stabilen Teams.

Denn mit den nächsten drei Punktspielen – Osterweddingen, Süplingen, Oebisfelde – kann Neuenhofe selber dafür sorgen, dass die Lage vor dem dann folgenden Spiel gegen Hötensleben und damit der Herbst nicht dunkel und grau, sondern ein goldener wird.