Haldensleben l Bereits heute kämpfen die ersten Mannschaften um den Einzug in die nächste Runde. Der SV Heide Colbitz empfängt den Bebertaler SV während der Landesklassist Oscherslebener SC zum Bördeligisten SG Empor Klein Wanzleben reist. Fortgesetzt wird die erste Hauptrunde mit neun Spielen am Sonnabend und fünf Begegnungen am Sonntag.

Mehr als nur ein ganz normales Pokalspiel dürfte bei der SG Grün-Weiß Dahlenwarsleben erwartet werden. Mit dem TSV Niederndodeleben erwartet die Elf von Bastian Müller im heimischen Kuhstall-Stadion nicht nur eine höherklassige Mannschaft, sondern auch eine Partie mit Derbycharakter. „Wir hatten schon drauf gewettet, dass wir das Los ziehen würden“, kommentierte Sascha Neumann vom TSV Niederndodeleben die Ansetzung humorvoll. Noch in der vergangenen Saison kämpften beide Mannschaften um die Meisterschaft in der Bördeoberliga, nun haben sich die Vorzeichen nach dem Landesklasse-Aufstieg der Müller-Elf verändert. Dennoch sind die Niederndodeleber gewarnt. „Aufgrund der Intensität des Meisterschaftskampfs in der Vorsaison werden noch einige Emotionen im Spiel sein. Solche Spielen haben einfach ihren eigenen Charakter“, weiß der TSV-Funktionär um den Stellenwert der Begegnung.

Neuling ist Favorit

Dennoch geht der Landeskasse-Neuling morgen als klarer Favorit in das Derby. Das lässt sich auch aus dem Saisonstart beider Mannschaften erkennen. Während die SG Grün-Weiß Dahlenwarsleben zum Bördeoberliga-Saisonstart zwei Niederlagen einstecken musste, präsentieren sich die Müller-Schützlinge in der neuen Liga wie aus einem Guss. „Mit drei Siegen aus drei Ligaspielen haben wir unsere eigenen Erwartungen selbst übertroffen“, zeigt sich Neumann vom guten Start in die Liga überrascht. Der Anpfiff zur Partie erfolgt morgen 15 Uhr.

Schnell hat sich der SV Grün-Weiß Süplingen vom verpatzten Auftaktspiel in der Bördeoberliga erholt und zuletzt zwei Siege eingefahren. Nun erwartet die Mannschaft von Daniel Fest mit dem SSV Samswegen eine höherklassige Mannschaft in der ersten Pokal-Hauptrunde. „Wir freuen uns auf den Gegner und sehen die Begegnung als willkommenen Gradmesser für unseren aktuellen Leistungsstand“, merkt der Süplingen-Coach zur Ansetzung an. Obwohl der SSV in der Landesklasse nach drei Spielen noch ohne Punkte im Tabellenkeller die Liga steht, sieht Fest die Favoritenfrage geklärt. „Samswegen wird die Rolle als Favorit annehmen, um sich über den Pokal dann Selbstvertrauen und Sicherheit für die kommenden Punktspiele zu holen“, ist sich der Übungsleiter der Grün-Weißen sicher. Zwar hat sich Süplingen in der Bördeoberliga stabilisiert, dennoch sieht Fest noch viel Verbesserungspotenzial in seiner Elf. „Wir befinden uns noch lange nicht in der Situation, die wir gerne hätten, weder fußballerisch noch personell“, mahnt der ehemalige Coach des 1. FC Lok Stendal kritisch an.

Jacobs und Hieronymus bereiten Sorgenfalten

Sorgenfalten bereitet zudem die Situation der Süplinger Leistungsträger Tino Jacobs und Sven Hieronymus, die in der Vorwoche angeschlagen den Platz verlassen mussten. So bleibt Fest nur der Weg in den Zweckoptimismus. „Wir wollen Samswegen natürlich trotzdem einen großen Kampf liefern und auch in die nächste Runde einziehen“. Die Begegnung wird morgen um 15 Uhr angepfiffen und von Felix Bausenwein geleitet.

Optimistischer gibt sich dagegen Peter Strauß vom SV Hötensleben. Und das nicht ohne Grund. Der neue Trainer hat sich mit seiner Mannschaft nach dem Abstieg aus der Landesklasse in der Bördeoberliga gut eingefunden und alle bisherigen Ligaspiele erfolgreich bestritten. Mit reichlich Selbstvertrauen im Rücken dürfte daher der Landesklassist SV Seehausen als personifizierter Angstgegner des SVH gerade zur richtigen Zeit kommen. „Wir möchten den Bock endlich umstoßen und unsere Bilanz aufbessern“, merkt Strauß zur Negativserie von einem Sieg aus den letzten acht Vergleichen an. Zwar fehlen dem SVH-Trainer mit Alexander Thielecke und Marian Deicke zwei Stammspieler, dennoch möchten die Gastgeber vieles daran setzen, die eigene Pokalmission fortzusetzen.

Der SV Angern mischte in der vergangenen Saison den Bördepokal mächtig auf. Erst im Endspiel stoppte der Ummendorfer SV den Bördeligisten, gewann mit 6:0 und beendete somit einen fesselnden Erfolgslauf. Nun möchte die Göbel-Elf auch gegen den SV Gutenswegen/Klein Ammensleben zum Pokalschreck werden. Ambitionen, auf die man sich am Gauseberg eingestellt hat. „Mit Blick auf die vergangene Saison, nehmen wir Angern sehr ernst“, stellt der sportliche Leiter der Gauseberger, Ingmar Tschirschnitz, klar. Dennoch nimmt die Mannschaft von Maximilian Schwaiger das Pokalspiel auch zum Anlass, um Spielern aus der zweiten Reihe Einsatzmöglichkeiten zu geben. „Mit Blick auf die Liga wollen wir vereinzelte Stammspieler schonen, so können sich andere Akteure auch aufdrängen“, erklärt Tschirschnitz die Entscheidung.

Die Ansetzungen der ersten Pokalrunde

Freitag, 18.30 Uhr

Heide Colbitz - Bebertaler SV

Freitag, 18.45 Uhr

Klein Wanzleben - Oscherslebener SC

Samstag 14 Uhr

TSV Hornhausen - SV Irxleben II

Samstag 15 Uhr

Angern - Gutensw./Kl. Ammensl.

SG Velsdorf/Mannh. - GW Bregenstedt

GW Süplingen - SSV Samswegen

Wackersl./Wulferst. - SV Gr. Santersleben

Oschersl. II - G. Kroppenstedt

SV Hötensleben - SV Seehausen

Osterweddinger SV - TSV Hadmersleben

Dahlenwarsleben – Niederndodeleben

Sonntag 14 Uhr

E. Ebendorf - Flechtlinger SV

BW E. Glindenberg - Haldensl. SC II

E. Hundisburg - BW Neuenhofe

SV Seehausen II - SV Altenweddingen

SV Hohendodel. - SG G. Wulferstedt