Börde l Ein Blick auf den derzeitigen Tabellenstand der Bördeoberliga verrät, dass sich die halbe Liga „gefühlt“ noch im Abstiegskampf befindet.

Ein Hauptgrund dafür ist, dass sich der SV Groß Santersleben im Kampf um den Klassenerhalt zurückgemeldet hat. Die Elf von Trainer Heiko Hoffmann war seit sechs Spielen ungeschlagen und durfte darunter vier Siege feiern.

Unterdessen stehen Santos die „Süplinger Tage“ ins Haus. Bereits am Mittwoch trafen beide Mannschaften erstmalig aufeinander, die Partie endete mit einem 4:1-Erfolg für Süplingen. Nun findet morgen das Rückspiel auf heimischen Geläuf statt. „Wir wollen uns gegen den drohenden Abstieg mit allen möglichen Mitteln stemmen“, verrät Hoffmann. Dazu tankte die Elf viel Selbstvertrauen mit Erfolgen gegen den SV Altenweddingen und Germania Kroppenstedt, die zum oberen Tabellendrittel gehören.

Es will gepunktet werden

„Wir wissen, dass wir auch favorisierte Gegner schlagen können“, so der Santos-Trainer. Mit dieser Gewissheit möchte man auch im Rückspiel gegen Grün-Weiß Süplingen punkten, das seit nunmehr 15 Spielen ungeschlagen und die derzeit beste Mannschaft in der Rückrunde ist. Eines ist für Santos sicher: „Wir sind angesichts der Tabellensituation weiterhin in der Bringpflicht“, so Hofmann der vier Punkte Rückstand auf das rettende Ufer hat.

Dort steht der Harbker SV, der zum kommenden Spieltag den punktgleichen Bebertaler SV empfängt. Nach der ersten Niederlage im Jahr 2018 bei Grün-Weiß Süplingen hat der BSV im Vorfeld der kommenden Partie besonders mit personellen Problemen zu kämpfen.

So fehlen dem Team von Sebastian Feist gleich mehrere Spieler. „Die Situation ist sehr angespannt“, berichtet Feist. Dennoch möchte die Mannschaft an die Leistungen der Rückrunde anknüpfen und „sich etwas Luft im Kampf um den Klassenerhalt“ verschaffen. Dazu muss der Bebertaler SV auch einen Fluch brechen, denn noch nie ist es der Feist-Elf gelungen, den Harbker SV in der Bördeoberliga zu schlagen.

In der Hinrunde noch auf dem fünften Tabellenplatz stehend, findet sich die Reserve des FSV Barleben nach vier Punkten aus zehn Rückrundenspielen mitten im Abstiegskampf wieder. „Ich erwarte ein Spiel auf Augenhöhe. Es ist ein kleines Sechs-Punkte Spiel“, so FSV-Trainer Christopher Schult mit Blick auf die Partie beim SV Gutenswegen/Klein Ammensleben.

Die Effizienz fehlt

Besonders die unzureichende Effizienz vor dem Tor ist derzeit ein Hemmnis im Spiel der Barleber. „Wir lassen in der Rückrunde viele gute Torchancen liegen und belohnen uns nicht“, erklärt Schult. Das soll sich im Spiel gegen einen direkten Konkurrenten ändern. „Wir möchten und müssen drei Punkte aus dem Spiel mitnehmen“, blickt der FSV-Coach voraus. Dazu kann Schult personell auf den Großteil des Kaders zurückgreifen.

Steht der Spieltag zum überwiegenden Teil im Zeichen des Abstiegkampfes, so besteht die Chance für Ligaprimus Blau-Weiß Neuenhofe einen weiteren Schritt in Richtung Meisterschaft zu gehen. Nach dem 4:3-Sieg im Nachholspiel beim SV Hohendodeleben, gastiert das Team von Kevin Pooth beim Eilslebener SV. „Ich erwarte einen schwierigen Gegner. Das Hinspiel hätte auch Unentschieden ausgehen können, wir haben nur mit sehr viel Aufwand knapp gewonnen“, berichtet Pooth. Zudem erwartet der Coach einen konterstarken Kontrahenten, „der mit schnellen Offensivspielern druckvoll agieren kann“. Der Tabellenführer scheint gewarnt und „wird alles daran setzen, als Sieger vom Platz zu gehen“, klärt der Neuenhofe-Trainer auf.

Der Anpfiff zu den Partien des kommenden Spieltages erfolgt wie gewohnt um 15 Uhr. Die weiteren Ansetzungen sind:

SV Hohendodeleben - SV Altenweddingen

SG Bülstringen - TSV Hadmersleben

GW Dahlenwarsleben - Flechtinger SV

Germania Kroppenstedt - TSV Niederndodeleben