Haldensleben l  Am Ende eines hart umkämpften Spiels hatten sich beide Mannschaften bereits mit der Punkteteilung abgefunden. Da traf der eingewechselte Domenik Siegmund in der fünften Minute der Nachspielzeit zum umjubelten 1:0. Im intensiven Verbandsliga-Punktspiel war zunächst viel Stückwerk zu sehen. Beide Mannschaften schenkten sich nichts und so spielte sich das Match fast nur zwischen den Strafräumen ab. Viele verbissene Zweikämpfe und reichlich Fehlpässe ließen kaum Torchancen zu.

Für die Gäste versuchte sich Deumelandt (17.) und für den HSC Krüger (23.) mit Distanzschüssen, die aber das Tor verfehlten. Vor dem Pausenpfiff kam Hasse (39.) zur Kopfballchance und Magdeburgs Garz (41.) versuchte es noch einmal aus 20 Metern mit einem strammen Schuss. Doch ein Treffer sollte in den ersten 45 Minuten nicht zustande kommen.

Elfmeter gegen den HSC

Nach der ereignisarmen ersten Hälfte begann der zweite Durchgang gleich mit einem Aufreger. HSC-Keeper Switala spielte im Zweikampf aus Haldensleber Sicht eigentlich klar den Ball, doch Schiedsrichter Weiser sah es anders und zeigte zum Entsetzen aller HSC-Akteure auf den Elfmeterpunkt. Die große Chance zur Gästeführung konnte aber Fortunas Deumelandt (48.) nicht nutzen. Er setzte das Spielgerät am rechten Pfosten vorbei.

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Der verschossene Strafstoß weckte die HSC-Elf auf und von nun an sollte deutlich mehr Tempo in den Angriffsbemühungen sein. Trotzdem tat sich der Gastgeber schwer, ernsthafte Tormöglichkeiten herauszuspielen. Es dauerte bis zur 75. Minute, ehe Tim Girke es von der Strafraumgrenze versuchte. Fortunas Schlussmann Müßigbrodt packte aber sicher zu.

So drehte sich der Uhrzeiger kontinuierlich Richtung Schlusspfiff. In der letzten Minute kam Fortuna dann plötzlich noch zu einer guten Gelegenheit, die drei Punkte zu entführen. Nach einer Flanke in den HSC-Strafraum kam Garz völlig frei zum Kopfball, doch Switala war zur Stelle und hielt das 0:0 fest.

Lucky-Punch sichert Sieg

In der Nachspielzeit sollte dann noch ein ordentlicher HSC-Angriff folgen. Bereits fünf Minuten über der regulären Spielzeit wurde Siegmund perfekt frei gespielt. Er behielt die Nerven und jagte das Leder an Müßigbrodt vorbei in die Maschen. In der Jubeltraube der HSC-Spieler ging der Schlusspfiff von Schiedsrichter Weiser fast unter. So sicherten sich die Blau-Gelben in letzter Sekunde die drei Punkte.

Der HSC startet mit einem Sieg in die neue Saison, obwohl es vom Spielverlauf her ein gerechtes Remis gewesen wäre.

Wagner gibt Einschätzung

HSC-Coach Wagner nach dem Spiel: „In der ersten Halbzeit bot meine Mannschaft kein gutes Spiel. Es gab viele Zweikämpfe, die sich zwischen den Strafräumen abspielten. Leider haben wir auch kein hohes Spieltempo an den Tag gelegt. Im zweiten Durchgang bekamen wir dann einen aus meinen Augen unberechtigten Strafstoß, der zum Glück vorbeigeschossen wurde. Das war für uns aber das ‚Hallo Wach‘ und meine Jungs haben das Spieltempo angezogen.

Von da an lief es besser und wir strahlten deutlich mehr Gefahr aus, auch wenn man ein Spiel ohne große Torchancen sah. Zum Ende hin wäre ein 0:0 sicherlich gerecht gewesen, aber mein Team hat bis zur letzten Sekunde eine tolle Moral bewiesen und zum Schluss den ‚Lucky Punch‘ gesetzt, was mich riesig freut. Wir müssen das Spiel jetzt richtig einordnen. Unser Ziel waren die drei Punkte, worauf wir jetzt aufbauen müssen. Heute mussten wir auch noch auf Kevin Zimmermann, Benjamin Sacher und Max Stadler verzichten, die in Zukunft auch noch mehr Kreativität mit sich bringen. Somit blicken wir sehr optimistisch auf die kommenden Aufgaben.“

Am Wochenende steht dann die erste Runde im Landespokal an, wenn der HSC am Samstag beim Landesliga-Vertreter TuS Magdeburg gastiert.

Statistik

Haldensleber SC: Switala - Mäde, Schunaew, Duda, Hevekerl - Cristovao (59. Siegmund), Girke, Krüger, Daxha (74. Kaschlaw), Müller (59. Wille) - Hasse

Tor: 1:0 Siegmund (90.+5)