Groß Santersleben l Egon Genz wird den Kreisfachverband Fußball Börde als Präsident durch die nächste Legislaturperiode führen. Das ergab die Wahl im Rahmen des außerordentlichen Verbandstages am Freitag in Groß Santersleben. Der langjährige Vorsitzende des Spielausschusses bekam in der Stichwahl zwei Stimmen mehr als Robert Scheer.

Mindestanzahl an Stimmen

Knapper ging es nicht, mit 38 Stimmen erhielt Egon Genz in der Stichwahl die Mindestanzahl, um zum neuen Präsidenten des KFV Fußball Börde gewählt zu werden. Robert Scheer, der vor der Wahl nochmals erklärte, den KFV wieder „in schönes, ruhiges Fahrwasser“ führen zu wollen, zeigte sich als fairer Verlierer, war der erste Gratulant. Das knappe Ergebnis zeigt aber auch, wie gespalten die Meinung in den Vereinen zum Kreisfachverband ist. Stand Robert Scheer für einen klaren Neuanfang, verkörpert Egon Genz eher die alte Riege.

Klar zu sein scheint, in den ersten Monaten erwarten die Vereine Verbesserungen, sonst wird der Druck auf den neuen Präsidenten schnell zunehmen. Der dritte Präsidentschaftskandidat Michael Nolte erhielt im ersten Durchgang zwölf Stimmen (Genz 33/ Scheer 29).

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Zweifel kamen auf

Die größte Klippe umschiffte Wahlleiter Jens Alicke gleich zu Beginn. Noch am Donnerstag waren Zweifel aufgekommen, ob die Kandidatur von Genz rechtens sei, da er als Spielausschussvorsitzender bereits im Vorstand sitzt. Doch nach Rücksprache mit dem FSA sei „die Wahl konform“, so Alicke. Nach seiner Ernennung zum Präsidenten wird der Vorstand zeitnah einen neuen Spielausschussvorsitzenden berufen.

Weitere wichtige Punkte am Freitag waren die Entlastung des alten Vorstandes (12 Enthaltungen, eine Gegenstimme), die Ernennung von Steffen Wozny zum Vorsitzenden des Sportgerichtes sowie die Berufung der Sportrichter Maik Damm, Alexander Gumrecht, Thomas Preuss und Norman Schmelzer.

Sachverhalt wird besprochen

Diskussionsbedarf gab es für den Beendorfer SV. Grund dafür sind die unterschiedlich stark gestiegenen Schiedsrichterentschädigungen. So erhielten Schiedsrichter der Bördeoberliga vor zwei Jahren eine Erhöhung von 38 Prozent, die in der 2. Kreisklasse aber nur von 18 Prozent. „Dies führt zu Ungerechtigkeit und schränkt die Wettbewerbsfähigkeit im Landesverband ein“, erklärte Jörn Schenke. Der Vorstand versprach, diesen Sachverhalt zu besprechen.

Versammlungsleiter Horst Flügel, der sich am Anfang „ein glückliches Ende eines langen Weges“ wünschte, durfte sich nach der Veranstaltung durchaus bestätigt fühlen. Ein erneutes Chaos beim KFV Fußball Börde blieb aus.