Haldensleben l Nach schwierigem Start in Hin- und Rückrunde zeigte die Formkurve der Blau-Gelben nach oben. Mit Sportredakteur Christian Meyer unterhielt sich der 41-Jährige nicht nur über seine Premierensaison im Waldstadion.

Volksstimme: Herr Wagner, wie lautet Ihr Fazit nach Ihrem ersten Trainerjahr in Haldensleben?

Marco Wagner: Man kann es nur positiv sehen. Gerade für die Serie in der Rückrunde, als wir mit unserem kleinen Kader in elf Spielen nur einmal als Verlierer den Platz verlassen haben, muss man die Mannschaft loben. Rang acht und 43 Punkte sind eine tolle Bilanz. Wir sind mit unserer Art Fußball zu spielen angekommen.

Wäre nicht sogar noch mehr möglich gewesen?

 

Natürlich haben wir den Start in die Hinrunde verschlafen, oft unglücklich oder sogar in Überzahl nicht gewonnen und auch in der Rückrunde einen katastrophalen Start hingelegt. Aber, und das ist für mich wichtig, die Mannschaft hat sich danach zusammengerissen und gezeigt, was sie kann. Im kommenden Jahr darf uns das aber nicht passieren. Da erwarte ich mir noch mehr Professionalität in der Truppe.

Sie haben in der Sommervorbereitung viel Wert auf das Spiel mit dem Ball gelegt. In den Pflichtspielen agierte ihre Mannschaft dann aber meist defensiver. Inwieweit mussten Sie auch Kompromisse eingehen?

Wir haben natürlich schon geguckt, wo die Stärken und Schwächen liegen und haben dann eine gute Mischung gefunden. Wenn man wie wir mit drei Niederlagen startet, muss man als Trainer auch reagieren. Das erfolgreiche Knackpunktspiel gegen Dessau war dafür die Blaupause. Wir wollten defensiv sicherer stehen und dann schnell umschalten. Das liegt der Mannschaft. Nichtsdestotrotz wollen wir weiter auf dem Feld agieren, aktiv und gezielt die Räume an- und zulaufen.

Gab es außer dem Dessau-Spiel weitere Höhepunkte in dieser Saison?

Die Phase nach dem ersten Sieg war entscheidend für die weitere Saison. Danach sind wir mit einer Notelf nach Merseburg gefahren und haben dort ein Remis mitgenommen. Da haben wir gesehen, was möglich ist, wenn wir am Limit spielen.

Mit welchen Zielen gehen Sie in die kommende Saison?

Wir haben es geschafft, drei Jugendspieler hochzuziehen, von denen ich mir einiges erwarte und viele externe Spieler zu holen. Wir haben durch die sieben Neuzugänge an Qualität und Quantität zugelegt, das wollten wir so. Durch den größeren Konkurrenzkampf erwarte ich mir eine schnellere Entwicklung. Auch wenn die Liga aufrüstet, wollen wir punktemäßig natürlich nicht schlechter sein als im Vorjahr.