Haldensleben l Beide Mannschaften starteten mit Siegen in die neue Spielzeit und so gab es wie erwartet ein Duell auf Augenhöhe. Coach Wagner musste in Westerhausen mit Siegmund, Kaschlaw, Duda und Hevekerl gleich auf vier seiner Akteure verzichten, schickte aber dennoch ein hoch motiviertes Team an den Start.

In einer temporeichen und intensiv geführten Partie erspielte sich der HSC in der Anfangsphase leichtes Übergewicht und tat etwas mehr für das Spiel als der Gastgeber. Es sollte zwar bis Mitte der ersten Halbzeit dauern, doch die erste große Gelegenheit bekamen die Gastgeber. Roldan (27. Minute) wurde perfekt freigespielt und tauchte allein vor Switala auf, doch dessen starke Fußabwehr rettete vor dem Gegentor. Durch viele intensiv geführte Zweikämpfe und starke Abwehrarbeit beider Mannschaften kamen kaum nennenswerte Torchancen zu Stande. Spannung herrschte zu jeder Sekunde, denn keines der beiden Teams wollte den ersten Fehler machen. Es dauerte bis zum Ende der ersten Hälfte, ehe der HSC zu seiner ersten Torchance kam. Nach einem Freistoß von Girke wurde der Kopfball von Daxha (43.) erst auf der Torlinie geklärt. So ging es mit einem gerechten Remis in die Halbzeitpause.

Erste Fehler beim HSC

Die zweite Hälfte begann mit dem gleichen Bild, mit dem die erste endete. Doch nach knapp zehn Minuten sollte dem HSC der erste Fehler passieren. Im eigenen Angriffsspiel schenkte man den Ball leichtfertig her und geriet in einen Konter. Die Hereingabe von der rechten Seite verwertete Borges Carvalho (56.) zum 1:0 für die Gastgeber.

Nun musste der HSC noch mehr ins Spiel investieren und dadurch entstanden immer mehr Räume für Westerhausen. Die wenigen Angriffe wurden aber von der HSC-Defensive entschärft. 20 Minuten vor dem Ende vergaben dann die Gastgeber die große Chance zur Entscheidung. Vargas (70.) wurde glänzend freigespielt und war allein unterwegs Richtung Switala, aber HSC-Innenverteidiger Zimmermann klärte die Situation mit einem starken Tackling und hielt seine Mannschaft im Spiel.

Remis wird verdeitigt

Der HSC nahm das Spiel immer mehr in die eigene Hand und sollte nur fünf Minuten später belohnt werden: Kapitän Girke (75.) drang Richtung Gäste-Strafraum hervor und fasste sich ein Herz. Sein Schuss aus 25 Metern schlug als „Traumtor“ im rechten Torwinkel ein.

In der Schlussviertelstunde verteidigte der HSC mit Mann und Maus das Remis und musste nur noch eine brenzlige Situation überstehen. Im HSC-Strafraum wurde der eingewechselte Minkner (82.) in Szene gesetzt und kam völlig frei zum Schluss, doch HSC-Schlussmann Switala packte eine Glanzparade aus und bewahrte den am Ende verdienten Punktgewinn.

Haldenslebens Trainer Marco Wagner nach der Begegnung: „Ich bin schon etwas stolz auf meine Mannschaft, weil wir heute ein sehr gutes Spiel gemacht haben. Es war ein sehr intensiv geführtes Spiel auf Augenhöhe. In der ersten Halbzeit fand ich meine Mannschaft besser, da wir deutlich zielstrebiger waren. Leider machten wir nicht das erste Tor im Spiel, weil oft der finale Pass fehlte. Im zweiten Durchgang hatte Westerhausen schon mehr vom Spiel und erzielte das bis dahin nicht unverdiente 1:0. Aber die tolle Moral meiner Mannschaft wurde wieder einmal belohnt und von einem super Tor von Tim Girke gekrönt. Am Ende sicherlich ein gerechtes Unentschieden, womit beide Mannschaften gut leben können.“

Weiter geht es für den HSC bereits am Freitagabend. Dann empfängt das Team im heimischen Waldstadion die Mannschaft von Rot-Weiß Thalheim um 18.30 Uhr.

Tore

1:0 Borges Carvalho (56.), 1:1 Girke (75.)