Haldensleben l Während sich ein Großteil der Bördeoberligisten bereits in die Winterpause verabschieden durfte, müssen sechs Mannschaften in drei Nachholpartien noch einmal Farbe bekennen.

Die Erfolgssaison krönen

Das Gipfeltreffen in Hötensleben gewonnen, den zwölften Erfolg in Serie gefeiert und die Herbstmeisterschaft vorzeitig perfekt gemacht. Die Superlative rund um den TSV Bregenstedt reißen nicht ab. „Ich mache es kurz: Es ist einfach mega. Mir macht es großen Spaß mit dieser Mannschaft zu arbeiten“, gewährt TSV-Trainer Mathias Volkmann einen Einblick in seine Gefühlslage vor dem Heimspiel gegen Eintracht Gröningen. Der Aufstieg in die Bördeoberliga, der Erfolgslauf in der Liga und dazu der Einzug in das Kreispokal-Halbfinale. Ohne Frage, der TSV Grün-Weiß Bregenstedt surfte im Sportjahr 2019 auf einer riesigen Welle des Erfolgs.

Gröningen in der Außenseiterrolle

Nun möchte der TSV das Jahr mit einem Sieg erfolgreich abschließen. „Selbst wenn es nicht mit einem Erfolg klappen sollte, kann uns dieses Jahr niemand mehr nehmen“, berichtet Volkmann mit Stolz. Anerkennend äußert sich auch Gäste-Trainer Tobias Friebertshäuser über die Bregenstedter. „Ich muss sagen, dass es einfach beeindruckend ist, was sie abreißen“, so der Eintracht-Coach lobend. Dieser ärgert sich noch sehr über den eigenen Misserfolg gegen Neuenhofe.

„Wir machen zu viele einfache Fehler und sind eingebrochen. Es war eine sehr ärgerliche Niederlage“, erklärt Friebertshäuser. Ob seine Elf dem Spitzenreiter die Serie vermiesen wird und als Partycrasher für die anschließende Bregenstedter Weihnachtsfeier fungiert, darf aufgrund der Vorzeichen zumindest bezweifelt werden. Dennoch ist die letzte Hürde bekanntlich auch die Schwerste, zumal die Eintracht auch die beiden letzten Vergleiche aus der Bördeliga-Saison 2017/18 für sich entschied.

SV Hötensleben reist nach Süplingen

Gleich doppelt bestraft wurde der SV Hötensleben am vergangenen Spieltag. Durch die Niederlage im Spitzenspiel und den gleichzeitigen 3:1-Erfolg von Blau-Weiß Neuenhofe in Gröningen, steht der SVH vor dem letzten Spiel des Jahres nur noch auf dem dritten Tabellenrang. „Die Stimmung ist dennoch weiterhin gut. Wir haben nach dem Spitzenspiel noch zusammen gegessen und die Partie ausgewertet“, erklärt Hötensleben-Trainer Peter Strauß vor dem Nachholspiel beim SV Grün-Weiß Süplingen.

Dieser dürfte nach dem gewonnenen Fußball-Krimi bei der Verbandsliga-Reserve des FSV Barleben, die Elf von Daniel Fest drehte in der Nachspielzeit einen 2:3-Rückstand in einen 4:3-Erfolg, den favorisierten Gast mit sportlichem Rückenwind empfangen.

Süplingen mit Rückenwind

Davon geht zumindest Gäste-Trainer Strauß, der die Hausherren vor der Saison weiter oben gesehen hätte, aus. „Jeder Sieg macht dich stärker, besonders in dieser Art und Weise“, schätzt der Übungsleiter ein. Mit Respekt, aber ohne Angst will der Tabellendritte im Waldstadion auftreten und mit einem Sieg einen positiven Beitrag zur anschließenden Weihnachtsfeier des Vereins leisten. „Dann können wir mehr als zufrieden sein mit der Hinrunde“, so der Trainer bilanzierend.

Neuenhofe empfängt Tabellenschlusslicht

Den Abschluss der Hinserie bestreitet die SG Blau-Weiß Neuenhofe gegen das Kellerkind Blau-Weiß Empor Wanzleben. Zwar spricht die gern zitierte Papierform eindeutig für die Hausherren, dennoch warnt Trainer Kevin Pooth vor dem punktlosen Tabellenletzten. „Es ist das schwerste Spiel, was wir jetzt noch haben können. Ein Gegner mit null Punkten kann schnell unterschätzt werden“, weiß der Coach um die Tücken der Favoritenbürde. Damit möglicher Leichtsinn nicht entsteht, fordert der Übungsleiter von seiner Elf die richtige Einstellung.

Pooth warnt vor Empor

„Wanzleben wird über den Kampf kommen. Wir müssen ihn annehmen und mit unserer spielerischen Qualität überzeugen“, weiß Pooth um die richtige Vorbereitung, um mit einem Erfolg auf dem zweiten Tabellenplatz zu überwintern. „Das wäre ein positiver Abschluss einer sehr starken Hinserie“, hofft der Übungsleiter auf einen versöhnlichen Ausgang der Hinrunde.

Die drei angesetzten Nachholspiele werden am Sonnabend um 13:30 Uhr zeitgleich angepfiffen.