Niederndodeleben l Mit einem Unentschieden bei der Reserve von Barleben kann der TSV Niederndodeleben heute das Ticket für die Landesklasse lösen. Die Chancen dafür stehen gut, auch wenn das Verletzungspech bei den Kickern Spuren hinterlassen hat.

Lediglich einen Punkt braucht der Tabellenprimus TSV Niederndodeleben für den Aufstieg. Damit würde der Verein Geschichte schreiben, denn der Eintritt in die Landesklasse wäre für ihn eine Premiere. „Ich bin sehr stolz auf unser Team. Was wir in dieser Saison geschafft haben, war eine Mannschaftsleistung und auch nur gemeinsam möglich. Dieser Zusammenhalt ist so wichtig für uns und hat uns dahin gebracht, wo wir heute stehen“, freut sich der Torschützenkönig des Vereins, Jan Voigt aus dem offensiven Mittelfeld.

Bereits zum Anfang der Saison 2018/19 wurde intern das Ziel Aufstieg ausgegeben. Alle hatten daran gearbeitet, um dieses auch zu erreichen. „Wir waren und sind immer noch heiß darauf. Mit unserem Kader brauchen wir uns auch nicht zu verstecken“, analysiert Voigt und fährt fort, „viele unserer Spieler wollen im Herbst ihrer Fußballkarrieren einmal Landesklasse spielen und so eine Motivation trägt ungemein.“ Bereits seit sechs Jahren verweilt der TSV im Oberhaus des Kreises.

Sechs Jahre Kreisoberliga

Höher schaffte er es bislang nicht zu kommen. Platz drei in der Saison 2014/15 ließ sie damals fast Landesklasse-Luft schnuppern, doch reichte es nicht. „Wir wollen uns endlich in den Geschichtsbüchern verewigen, doch bis das Ziel erreicht ist, bleiben wir demütig, um es nicht doch noch auf den letzten Metern zu vermasseln“, so Voigt.

Auch das Verletzungspech ist bei den Fußballern aus Niederndodeleben immer wieder ein Thema. Noch lässt es sich durch den breiten Kader gut kompensieren, doch treten dadurch auch immer wieder Ermüdungserscheinungen auf. So wie im Spiel gegen den TSV Hadmersleben am vergangenen Samstag, wo durch die angeschlagenen Kicker die Zuordnung zu Beginn der zweiten Halbzeit nicht mehr stimmte und die Gäste zu vermehrten Chancen kamen.

TSV will den Aufstieg

„Wir beißen und lassen uns von unserem Weg nicht mehr abbringen. Wir sind selbstbewusst: Kopf hoch, Brust raus und so geht es weiter, bis wir den Meistertitel haben“, gibt sich Voigt kämpferisch.

Am Mittwochabend hat die Elf um Chefcoach Jörg Müller die Chance, auswärts den Meistertitel zu holen. Ein Unentschieden gegen die Reserve des FSV Barleben würde dafür schon ausreichen.

„Wir sind fokussiert und das lassen wir uns nicht nehmen. Wir sind so weit gekommen und werden nun alles in die Waagschale werfen“, betont Voigt, der selber nicht mit auflaufen kann, da er arbeiten muss. Doch will er aus der Ferne seinen Mannschaftskollegen ganz fest die Daumen drücken.