Barleben l Kreisklassenteams machen es, manchmal auch Landesklasseteams, aber dass ein Verbandsligist in sozialen Medien offensiv nach Neuzugängen sucht, ist dann doch ungewöhnlich. Die Not beim FSV Barleben scheint derzeit groß zu sein, wenn auch nicht bedrohlich. „Wir haben lange überlegt, ob wir es so machen sollen. Aber wir sehen keine andere Möglichkeit, um zu Saisonbeginn noch einen 22-Mann-Kader zu erreichen“, erklärt Christoph Schindler den seltenen Schritt.

Der FSV sei von den Abgängen, die in diesem Monat publik wurden, überrascht worden. „Gase, Wolff, Acosta und Zimmer haben sich erst sehr spät entschieden“, sagt der Coach. Auf der Gegenseite gibt es mit Pung einen Neuzugang, dazu sind die Verpflichtungen von Tony Lüddeckens (Gutenswegen) und Toni Wasylyk (Preussen) fast perfekt. „Die Spieler wollen zu uns, allerdings fehlt in Einzelfällen noch die Freigabe der Vereine.“ So werden die kommenden Wochen bis zur Sommerpause wohl keine erholsamen für die Barleber Verantwortlichen werden. „Wir führen noch Gespräche mit weiteren Spielern und haben auch schon positive Signale erhalten“, blickt Schindler voraus. Im Winter könnte sich die Situation im Optimalfall entspannen. Mit Christian Falk, Denny Piele und Lukas Buretzek kehren dann wohl drei langzeitverletzte Spieler zurück. Ein Rückzug der zweiten FSV-Mannschaft steht nicht zur Disposition. „Sie haben schon fünf Neuzugänge“, weiß Schindler.