Niederndodeleben l Der Start in die neue Saison in der Mitteldeutschen Oberliga war für die Frauen des TSV Niederndodeleben kein Selbstläufer. Es bedurfte einer konzentrierten Leistung über die gesamte Spielzeit, um auswärts gegen den HC Hoyerswerda mit 25:23 (15:12) als Sieger die Heimreise antreten zu können.

Zu ungewohnt später Anstoßzeit um 19.30 Uhr hatte sich das Team von Trainer Michael Funke dem ehrgeizigen Gegner HC Hoyerswerda in der gut gefüllten Konrad Zuse-Halle zu stellen. Die lange Anfahrt hatte man ohne größere Probleme bewältigt und auch die seit dieser Saison für die Mitteldeutsche Oberliga geltenden Neuerungen der elektronischen Spielvorbereitung und Protokollierung liefen reibungslos.

Gleiches hatten sich die Frauen des TSV auch für die sechzig Minuten Wettkampf vorgenommen und setzten das auch in eindrucksvoller Weise in die Tat um.

Das Spiel begann ausgeglichen (2:2 / 7.), ehe sich die Gäste nach einem Siebenmeter und zwei Ballgewinnen mit erfolgreichen Kontern etwas absetzen konnten (3:5 / 10.). Die Gastgeber ließen keine größere Tordifferenz zu und waren beim 10:11 wieder dran.

Rosemann hält ihr Team im Spiel

Besonders Laura Rosemann – mit zehn Treffern beste Torschützin ihrer Mannschaft – war am knappen Ergebnis seitens der Gastgeber beteiligt. Die TSV-Frauen punkteten allerdings immer wieder mit schnellen Angriffen und erfolgreichen Würfen von Samanta Umbusch und Veronika Bange aus der Aufbaureihe und einem geschickten Heber von Linksaußen Derisèe Sehls (10:12 / 24.). Trotz zweier vergebener Siebenmeter ging es mit einer 12:15-Führung aus Gästesicht in die Halbzeitpause.

Anfang der zweiten Hälfte viel Aufregung und Spielunterbrechungen. Die Bank der Gastgeber hatte allzu sehr und wiederholt die Entscheidung der konsequent und gut leitenden Schiedsrichter Toni Hempel und Tizian Tralles – neu in der Mitteldeutschen Oberliga - moniert. Es hagelte daraufhin mehrere 2-Minutenstrafen. In der 37. Minute gelang Josephin Klöppel das 14:18.

Kritische Phase für den TSV

Es folgte die kritische Phase aus Sicht des TSV Niederndodeleben. Zwei Konter konnten nicht erfolgreich abgeschlossen werden und weitere Ballverluste ermöglichten der Heimsieben fünf Tore in Folge. In der 42. Minute schaffte wiederum Rosemann in Überzahl den 19:19-Ausgleich. Die Gästefans unterstützten ihre Akteurinnen jetzt lautstark; allerdings auch mal wieder – nicht das erste Mal in der Zuse-Halle – einige wenige mit unsachlichen Ausfällen, diesmal gegen die Schiedsrichter. Das hatte logischerweise entsprechende Vermerke im Spielprotokoll zur Folge.

Hoyerswerdas Trainer nahm nun eine Auszeit, um sein Team weiter auf die Siegerstraße zu bringen. Die Gäste zeigten aber ihre gewachsene Cleverness, behielten den Kopf oben und markierten durch Samanta Umbusch mit einem satten Fernschuss ins rechte obere Eck das 19:20 (47.) und im nächsten Angriff mit einem geschickten Heber von der rechten Außenposition durch Josephin Klöppel das 19:21.

Josephine Suchan im Tor des TSV parierte in dieser Phase einige Bälle der Gastgeber und leitete Konter ein, die in der 54. Minute zur 20:24-Führung des TSV führten. In der Auszeit der Gäste orientierte Trainer Funke seine Frauen noch einmal auf geduldiges Spiel in der Endphase. Das setzten sie auch um und hatten allen Grund sich zusammen mit den mitgereisten Fans über den gelungenen Start in die Saison 2017/18 zu freuen.

„Das war heute von Anfang bis Ende eine gute kämpferische und taktische Leistung. Auch in der kritischen Phase haben sich meine Spielerinnen nicht vom konstruktiven und geduldigen Spiel abbringen lassen“, lobte Trainer Funke seine Mannschaft nach Spielschluss.

 

TSV: Suchan; Sehls 2, Bange 7/1, Sprotte 2/2, Linda Umbusch 4, Samanta Umbusch 6, Klöppel 4, Wolke.

7m: TSV: 5/3, Hoyerswerda 1/1, Zeitstrafen: TSV: 3, Hoyerswerda 7, Disqualifikation Apitz (35.)