Stendal l  Nach einem knappen Pausen-Rückstand gelang im torarmen Spiel ein 23:21-Erfolg. Die Bilanz der ersten acht Auswärtsspiele in der Verbandsliga-Saison war verheerend aus Sicht des SV Irxleben: acht Spiele, acht Niederlagen, 0:16 Punkte.

SVI beginnt schwungvoll

Für das Spiel in Stendal, das man krankheitsbedingt auch nur mit reduzierter Mannschaft bestreiten konnte, gab es folglich eine klare Vorgabe: Die ersten 50 Minuten aus dem vorigen Spiel gegen die HSG Osterburg hinter sich lassen und auf die letzten zehn Minuten dieser Begegnung aufbauen, um endlich auch in der Fremde zu punkten.

So begannen die Gäste aus der Börde auch sehr konzentriert, eigene Angriffe wurden gut ausgespielt und Fehler des Gegners direkt bestraft. Die Schröder-Sieben konnte bis zum 6:2 schnell einen Vier-Tore-Vorsprung herausarbeiten, den man in der Folge allerdings ebenso schnell wieder verspielte. Das Heimteam fand zunehmend besser in die Begegnung. So konnten die Stendaler mit 8:6 in Führung gehen und Irxleben hatte Probleme, nicht den Anschluss zu verlieren.

Rückstand zur Halbzeit

Immer mehr zeigten sich – glücklicher Weise auf beiden Seiten – die Auswirkungen des Harzverbots und eines überaus glatten Balls, den der Gegner wohl bewusst gestellt hatte. Stendal wollte so den „Vorteil“ nutzen, in eigener Halle ohne Wachs auch trainieren zu müssen. Einfache Fehler, viele Fehlwürfe und keine Gefahr aus dem Rückraum – für die Zuschauer gab es sicherlich schon schönere Spiele. Die Irxleber hätten sich gewünscht, dass dort, wo ohne Wachs gespielt wird, zumindest ein griffiges Spielgerät bereitgestellt wird. Nach vier torlosen Minuten zum Ende der ersten Hälfte ging das Heimteam dann mit 13:12 in die Kabinen.

Einmal mehr verschlief Irxleben den Start in Abschnitt zwei komplett. Schnell wuchs der Rückstand auf drei Treffer. Nun erfolgte aber die gewünschte Reaktion, und im Gegensatz zum Osterburg-Spiel auch nicht erst, als das Spiel schon verloren war. Die Abwehr arbeitete in der Folge sehr gut und so konnten viele einfache Tore erzielt werden. Stendal fand nahezu keine Lösungen mehr und geriet immer weiter ins Hintertreffen.

SVI dreht die Partie nach der Pause

Nach 48 Minuten stand es 18:22, die Chancen auf den ersten Auswärtssieg der Saison standen gut. Nur wollte in der Folge kein Ball den Weg ins Tor finden. Nach sieben ereignislosen Minuten stemmte sich das Heimteam noch einmal gegen die Niederlage. Mit einer offensiven Abwehr wurde das Team aus der hohen Börde vor Probleme gestellt und musste zittern. Trotz zahlreicher klarer Gelegenheiten – und hier ist weiterer Verbesserungsbedarf zwingend erforderlich – gelang es dem Schröder-Team nicht, für die Entscheidung zu sorgen. Zum Ende steht trotzdem ein verdienter 21:23-Sieg, da auch Stendal keine entscheidenden Akzente setzen konnte.

Somit besteht für den SVI am Wochenende die Chance, den Anschluss ans Tabellenmittelfeld herzustellen. Auf die Leistung gegen Stendal kann man dabei aufbauen. Zwar waren die spielerischen Höhepunkte rar, doch mit einer ähnlich guten Abwehrleistung und Einsatzbereitschaft sollten im Saisonendspurt noch einige Zähler gesammelt werden können.

Statistik

SV Irxleben: Jesse, Prieß - Schulze, Hofmann, Richter (3 Tore), Walter (4), Brett (2), Klaue (1), Schmidt (3), Gimmler (6), Ulrich (4)