Oebisfelde l Nach sieben Niederlagen in Folge und dem damit verbundenen Absturz auf den vorletzten Rang konnten die Mitteldeutschen Oberliga-Männer des SV Oebisfelde am Sonnabend  ihre negative Serie stoppen. In heimischer Halle bezwang die Sieben von Trainer Christian Hermann den HC Aschersleben mit 27:25 (12:112).

Die Allerstädter verbleiben zwar mit nun 6:14 Punkten vor dem HBV Jena (4:16) auf dem vorletzten Tabellenrang, doch der Anschluss zu den Nichtabstiegsplätzen ist erst einmal geschafft.

Ersatzspieler überzeugen

Die Oebisfelder mussten unter anderem auf den verletzten Rückraumakteur Tim Schroeter und Phil Schliephake verzichten. Dafür rückten Marcel Mieth und Karl Breiteneder von der Verbandsliga-Sieben der Oebisfelder in den Kader. Beide, insbesondere Marcel Mieth, fügten sich dabei in das Mannschaftsgefüge ein. Der Herrmann-Sieben war bei Anpfiff sofort anzumerken, dass sie unbedingt wollte. Konkret: Die zwei Punkte sollten nach der einen und anderen unglücklichen Niederlage in der Hans-Pickert-Halle bleiben.

Mannschaft hält zusammen

Dass sie es auch blieben, war einer engagierten Mannschaftsleistung zu verdanken. In Phasen, in denen es nicht ganz so rund lief, motivierten sich die Männer um Spielführer und Routinier Andreas Kalupke und fanden oft die richtige Antwort. Das richtige Antworten war vor allem in der spannenden Schlussphase notwendig.

In der 53. Minute vergab SVO-Mittelmann Alexander Vogel, einer der Aktivposten der Herrmann-Sieben, einen Siebenmeter. Zu diesem Zeitpunkt stand es 23:21 für die Allerstädter. Zum Glück hatte der vergeigte Strafwurf keine Folgen, da Ascherslebern im Gegenzug ebenfalls patzte.

Die Oebisfelder machten dann aber ihren Fehler wieder gut. Florian Kamm traf zum 24:21, während Alexander Vogel gegen die in doppelter Unterzahl spielenden Gäste zum 25:21 einwarf (55.) - die Entscheidung. Denn von diesem Schlag sollten sich die Ascherslebener nicht mehr erholen.

Kalupke setzt Schlusspunkt

Zwar kamen die HCA-Männer noch einmal auf zwei Treffer heran, der Ex-Oebisfelder Steffen Cieszynski und Sebastian Kuhl warfen nach dem 26:22 durch Alexander Vogel zum 24:26 ein, doch Kapitän Andreas Kalupke beendete mit dem 27:24 (59.) alle Hoffnungen der mit großem Anhang, der auch eifrig trommelte, angereisten Ascherslebener.

„Ich denke, unser Sieg war letztendlich verdient. Wir haben unter der Woche gut trainiert und haben über weite Strecken das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Jetzt hoffe ich natürlich, dass wir in den in diesem Jahr noch anstehenden Begegnungen ebenso konzentriert auftreten. Wir wollen noch einige Punkte einfahren“, kommentierte nach Abpfiff Trainer Christian Herrmann.

Sein Gegenüber Dmitri Filippov war mit dem Auftritt seiner Schützlinge natürlich nicht zufrieden. „Wir hatten uns mehr ausgerechnet. Wir wollten die zwei Punkte mitnehmen. Doch speziell in der Schlussphase war bei uns etwas der Wurm drin. Die Oebisfelder haben dagegen, was selbstverständlich zu erwarten war, alles in die Waagschale geworfen. Am Tabellenende wird es nun immer spannender und enger. Das wollten wir eigentlich vermeiden“, erklärte der Ascherslebener Handball-Lehrer.

Vier Begegnungen bis zum Jahresende

Weitere Punkte einfahren können die Allerstädter am kommenden Sonnabend beim HC Einheit Plauen. Bis zum Jahresende steht dann noch die Heimpartie am 1. Dezember gegen den HSV Apolda, die Auswärtspartie gegen Erzgebirge Aue II am 8. Dezember sowie die erste Rückrundenbegegnung in der Hans-Pickert-Halle am 15. Dezember gegen die HSG Freiberg auf dem Programm.

Statistik

SV Oebisfelde: Drese, Weis - Koitek (3), Kamm (4), Meinel (3), Vogel (6), Heidler (4), Mieth (1), K. Breiteneder, Kleist (3/3), D. Schliephake, Sauer, Meichsner.

Siebenmeter: 7/3;

Zeitstrafen: 6.

HC Aschersleben: Thäder, Gudonis - Kommoß, Cieszynski (6), Seifert (7/5), Filippov (6), Illig, Weber (2/53. Rote Karte), Nupnau (1), Uhlig, Schmidt (1/45. Rote Karte), Kuhl (2), Steitmann.

Siebenmeter: 5/5;

Zeitstrafen: 7.