Wellen/Irxleben l Mario Stach hatte im Zusammenwirken mit Klaus-Jürgen Ostehr den Hut für den diesjährigen Start auf. Unterstützt von der Gemeinde Hohe Börde, durch die kostenlose Bereitstellung von zwei Gemeindebussen, ging es am Freitag, 27. Juli, los zur Übernachtung in die Jugendberge Hameln. Abends stand die obligatorische „Nudelparty“ an. Die Spannung stieg für die 20 Teilnehmer vom SV Angern, aus Magdeburg, von der LG Hopfen Schackensleben und der LG Socken-Wellen.

20 Starter machen Werbung

Am Sonnabend ging es weiter nach Bad Pyrmont. Hohe Temperaturen um die 35 Grad trieben bereits vor dem Start die Schweißperlen auf die Stirn. Alle Strecken mit ihren vielen Anstiegen waren sehr anspruchsvoll für die Flachländer. Trotzdem gingen diese gut gelaunt an den Start und waren in den leuchtend grünen Laufshirts und mit grüner Fahne sehr präsent. Immer wieder sie daher die Frage der Einheimischen und Kurgäste, aber auch anderer Läufer, „Woher kommt ihr?“, beantworten – eine schöne Werbung für den Landkreis Börde und seinen lauf-verrückten Bewohnern. Kurz vor dem Beginn der Veranstaltung gab es dann doch etwas Abkühlung durch ein kleines Gewitter.

Um 13.20 Uhr waren die ersten Bördeläufer an der Reihe. Robin Bruschek (9 Jahre) und Nina Stach (8 Jahre, in Begleitung ihrer Mutti Katrin) wagten sich über die 5 Kilometer und das äußerst erfolgreich. Von 43 gestarteten Frauen kam Nina als 14. ins Ziel und gewann damit auch ihre Altersklasse. Robin belegte bei den 66 gestarteten Männern den 27. Platz und kam damit auf den zweiten Platz in seiner Altersklasse.

Bambinilauf für die Jüngsten

Dann durften die Jüngsten beim Bambinilauf ran – einmal die Kurpromenade hoch und wieder runter. Emilio Stach, in Begleitung seines Vatis Mario, und Ashley Pohl, unterstützt von ihrer Mutti Nadine, liefen diese Strecke und sprinteten erfolgreich ins Ziel. Lohn: Eine Medaille, eine Urkunde und ein kleines Geschenk. Nun übernahm Enrico Pohl, der selbst nicht mitlaufen konnte, das Kommando in der Kinderbetreuung. Für die übrigen Bördeläufer war es Zeit, mit ihren Startvorbereitungen zu beginnen.

Die insgesamt 329 Halbmarathonis stellten das größte Starterfeld an diesem Tag. Unter ihnen waren André Bruschek, Thilo Grabowski, Birgit Müller, Burkhard Müller, Florian Ostehr, Klaus-Jürgen Ostehr und Mario Stach. Pünktlich zum Start war die Sonne wieder in ihrer vollen Pracht da. Die Temperaturen lagen inzwischen bei 30°C. Und ab ging es: Erst einmal stetig bergauf, nach 10 Kilometern wurde der höchste Punkt mit 325 Metern erreicht. Dann folgte ein angenehmerer Streckenabschnitt, anschließend einige passable An-und Abstiege, ehe es die letzten 3 Kilometer bergab ging. Als erster der Bördeläufer war Mario Stach im Ziel. Als Gesamt-16. von 249 Männern belegte er in seiner Altersklasse den ersten Platz. Nach und nach folgten die übrigen Bördeläufer.

Katrin Stach gewinnt

Inzwischen waren bereits die 207 Teilnehmer des 10-Kilometer-Laufs unterwegs, darunter die Börde-Vertreter Gerlind Bruschek, Gabi Kühnel, Micha Kühnel, Martina Ostehr, Nadine Pohl, Kristin Silke, Bodo Silke und Katrin Stach. Auch die 10-Kilometer-Strecke war sehr anspruchsvoll: Nach 3,5 Kilometern erreichte man eine Höhe von 230 Metern, die nächsten 3 Kilometer waren angenehmer zu laufen, ehe es dann mit einem kräftigen Anstieg zum höchsten Punkt von 260 Metern ging. Die letzten rund 3 Kilometer ging es bergab bis ins Ziel.

Dieses erreichte Katrin Stach als die schnellste Bördeläuferin. Sie kam von den 52 Frauen als Zwölfte ins Ziel und gewann damit ihre Altersklasse. Martina Ostehr erreichte mit dem 40. Platz in der Gesamtwertung den dritten Platz in ihrer Altersklasse. Mit drei weiteren vierten Plätzen in ihren Altersklassen (Gerlind Bruschek, Gabi Kühnel, Nadine Pohl) waren die Bördeläufer überaus erfolgreich in dem ungewohnten Terrain.

Ein gemeinsamer Grill­abend und eine interne Auswertung, vorgenommen durch Mario Stach, rundeten das schöne Laufabenteuer Bad Pyrmont ab. Und für 2019 wurden schon wieder nationale und internationale Pläne geschmiedet. Thüringen und Dänemark sind ganz heiße Kandidaten für Lauf‑events im kommenden Jahr.