Imola l Es war ein Krimi im Glutofen von Imola. Das 12-Stunden-Rennen hatte den Teams und Fahrern alles abverlangt. Über 60 internationale Teams und Fahrer reisten nach San Marino zu dem prestigeträchtigen Rennen der 24h Series. In der GT4 Klasse kämpfte das Fahrer-Trio Schmidt (Schweiz), Schöll (Österreich) und Schaak (Deutschland) auf einem Porsche Cayman GT4 für Allied Racing um den Sieg.

Allied Racing am Schnellsten

Bereits in den freien Trainings zeigte Allied Racing aus Huglfing, dass die Fahrerbesetzung im direkten Vergleich die schnellste ist. So eroberte man in der GT4 Klasse die Pole Position für das 12-Stunden- Rennen. Nach dem Start gab das Team die Führung zwar an das belgische Mercedes Team ab, doch konnte diese im Rennverlauf zurück erobern.

Ein Bremsenwechsel Mitte des Rennens zwang das Trio Schmidt, Schöll, Schaak zu einem Boxenstopp, der viel Zeit kostete, und man verlor die Führung wieder. Auch die Hitze bei über 30 Grad machte es zu einer echten Herausforderung für Mensch und Maschine. Auf knapp 70 Grad stiegen die Temperaturen im Cockpit an. Die zwölf Stunden waren geprägt von vielen Reifenschäden, Kollisionen und technischen Defekten in allen Rennklassen.

Führung wieder übernommen

Drei Stunden vor Schluss konnte Schmidt, Schöll, Schaak wieder die Führung mit dem Porsche Cayman GT4 übernehmen und einen soliden Vorsprung heraus fahren. Wenige Minuten vor dem Ende des Rennens entwickelte sich der sicher geglaubte Sieg zu einem nervenaufreibenden Krimi. Zwei GT3 Piloten kämpften in ihrer Klasse um den Sieg und übersahen im Zweikampf den Porsche GT4 von Schmidt, Schöll und Schaak.

Mit einem beschädigten Kühler schaffte es der Porsche Cayman GT4 dennoch, die letzte Runde zu überstehen, und er überquerte die Ziellinie auf Rang eins.

Herausforderung gemeistert

„Es war Dramatik pur. Wir hatten einen soliden Vorsprung und wollten den Sieg nur noch nach Hause bringen. Das in den letzten Runden so etwas noch passiert, damit hat, glaube ich, niemand mehr gerechnet. Aber wir haben es geschafft. Das ist das wichtigste“, sagt der Wellener Schaak und ergänzt: „Alle Fahrer mussten hoch konzentriert sein. Über 60 Fahrzeuge auf der 5 Kilometer langen Rennstrecke, da hatte man keine freie Runde. Man musste sich durch den Verkehr arbeiten. Da war kein Platz für Fehler. Es war eine Herausforderung und wir haben diese in unserer Klasse am besten gemeistert. Natürlich musste die Technik auch durchhalten, aber da hat das Team einen super Job gemacht und ein perfektes Fahrzeug hingestellt“.

Für Schaak ging zugleich ein Traum in Erfüllung: „Ich wollte schon immer in Imola starten. Dann auch noch beim 12-Stunden-Rennen auf einem Porsche, auf dieser geschichtsträchtigen ehemaligen Formel 1 Rennstrecke, und dann auch noch den Sieg einzufahren. Das ist schwer in Worte zu fassen. Ich kann mich nur bei meinem Team, den Mechanikern, Sponsoren, meiner Familie und all meinen Unterstützern bedanken.“