Wolmirstedt l : Den Bau eines neuen Stadions an der Samsweger Chaussee. Die Vorfreude ist groß. Das war die teuerste Entscheidung in der letzten Sitzung des Wolmirstedter Stadtrats im Jahr 2020: Am 14. Dezember stimmten die Räte dem Neubau eines Stadions in der Samsweger Chaussee zu. Dafür will die Stadt zirka 6,4 Millionen Euro investieren. Einen ersten Entwurf, wie das neue Areal aussehen könnte, gibt es auch schon.

„Das alles hat insgesamt einen sehr langen Vorbereitungszeitraum in Anspruch genommen“, sagt Marlies Cassuhn, Bürgermeisterin der Stadt Wolmirstedt. „Daher war die Entscheidung des Stadtrates am 14. Dezember sehr wichtig“, so das Stadt-Oberhaupt weiter. Dem stimmt auch Hartmut Baethge, Geschäftsführer des hiesigen Kreissportbundes Börde, zu: „Wir haben das ganze Thema in der Vergangenheit schon begleitet und auch eine Stellungnahme für mögliche Förderanträge abgegeben, in der wir das Vorhaben sehr unterstützen. Die nun getroffene Entscheidung ist für uns ein gutes Zeichen, dass zunächst einmal etwas passiert. Darüber hinaus begrüßen wir, dass die Stadt die sich bietenden Möglichkeiten ausschöpft. Jetzt hoffen wir natürlich, dass die verantwortlichen Planer auch tatsächlich berücksichtigen, welchen Bedarf der Sport und seine Akteure auf der neuen Anlage haben werden. Dazu würde ich mir persönlich wünschen, dass die Vereine mit einbezogen werden, da die Fläche jetzt auch nicht die größte ist und Platz sicher nur begrenzt verfügbar ist.“

Freude über die Zusage

Dafür sei es nach Aussage von Marlies Cassuhn aktuell aber noch etwas zu früh. „Wenn der Antrag weiterbearbeitet ist, dann werden wir die Vereine einbezogen“, stellt die Bürgermeisterin in Aussicht und fügt hinzu: „Grundsätzlich sollen alle Vereine die Möglichkeit haben, diese Sportstätte zu nutzen.“ Das soll voraussichtlich ab dem Jahr 2025 der Fall sein, denn dann ist die Fertigstellung anvisiert, wenn alles nach Plan läuft. „Der Schwerpunkt wird sicher bei der Leichtathletik und beim Fußball liegen“, ergänzt Cassuhn. Diesen Eindruck vermittelt auch der erste Entwurf: Ein Naturrasen-Spielfeld, ein Kunstrasen-Platz sowie eine Wettkampfbahn B sowie Wurf- und Sprungeinrichtungen sollen entstehen.

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Für Freude sorgte die Entscheidung auch bei den Fußballern der Ohrekicker Wolmirstedt. Der Verein hatte noch im Herbst 2019 vor einer Stadtratssitzung demonstriert und die Politik zum Handeln aufgefordert. Transparente mit Aufschriften wie „Die Sportanlage ist eine Schande für Wolmirstedt!“ oder „Wir sind mehr wert, als auf einem besseren Acker zu trainieren!“ und „Wir brauchen jetzt einen Trainingsplatz!“.

„Wir freuen uns natürlich über die Entscheidung der Verwaltung, eine neue Sportstätte zu errichten“, sagt der Vorsitzende Nico Liebscher. „Im Endeffekt war es unseren Fußballern zwar egal, ob die vorhandenen Einrichtungen modernisiert werden oder etwas neugebaut wird, da für uns wichtig war, dass überhaupt etwas passiert. Mit dem Neubau können wir natürlich gut leben und freuen uns besonders über den Kunstrasenplatz, der auch entstehen soll. Dieser verbessert unsere Trainingsbedingungen allen voran im Herbst und Winter enorm. Wir werden aber auch weitere Vorschläge einbringen, damit die Anlage beispielsweise auch kindgerecht wird.“ Mit der Entscheidung des Stadtrates war dann aber auch klar, dass dies das Ende des ehrwürdigen Stadions „Glück Auf“ im Sportkomplex am Küchenhorn sein würde.