Haldensleben l Der Deutsche Tischtennis-Bund und seine 18 Landesverbände haben am 31. März eine bundeseinheitliche Lösung für den Mannschaftsspielbetrieb gefunden und die Spielzeit 2019/20 beendet.

In dieser abgebrochenen Saison wird die Tabelle zum Zeitpunkt der jeweiligen Aussetzung der Spielzeit als Abschlusstabelle gewertet. Auf TTVSA-Ebene war das der 7./8. März. Die in diesen Abschlusstabellen auf den Auf- und Abstiegsplätzen befindlichen Mannschaften steigen auf beziehungsweise ab.

Sollten in den unteren Ligen die Mannschaften nicht alle die gleiche Anzahl an Spielen absolviert haben, dürfen die Landesverbände bei Härtefällen kulant agieren. Somit könnten in der Bezirksliga Börde die Konsequenzen dieser Entscheidung in punkto Abstieg noch abgeschwächt werden.

TuS Fortschritt II dominiert die Staffel

Im Zehnerfeld der Bezirksliga Börde wurden bereits 13 bis 15 der insgesamt 18 auszutragenden Spiele absolviert. Mit 28:0 Punkten und einem komfortablen Spielverhältnis von 171:40 hat sich TuS Fortschritt Haldensleben II den Staffelsieg gesichert. Etwas überschattet wird der Triumph durch die Tatsache, dass die Konkurrenz in der Vorrunde drei- und in der Rückrunde einmal nicht zum Punktspiel gegen die TuS-Reserve antrat.

Erspielt wurde der souveräne Staffelsieg durch Christian Fischer, der 18 Siege bei zwei Niederlagen beisteuerte, Steffen Rathke (12:2), Torsten Wiegel-Wichmann (13:1), Heiko Müller (7:1), Marcus Hänecke (10:6) und Marcel Radke (15:5).

„Nachdem wir im Vorjahr auf den Staffelsieg verzichtet haben, denken wir in diesem Jahr über den Aufstieg in die Landesliga nach. Denn sicher ist das noch nicht, weil es von mehreren Faktoren abhängt, die wir aber bis zum Meldeschluss noch klären werden,“ äußerte sich Mannschaftskapitän Fischer.

TTC-Reserve auf Platz zwei

Vom Tabellenprimus in der Vorrunde klar besiegt, verbesserte sich der TTC Wolmirstedt II mit Dirk Fänger (18:8), Michael Marmodee (3:1), Paolo Ritterbusch (13:11), Michel Schulze (5:15) Jannik Kaukorat (6:0) und Jörg Schletterer (14:12) vom vierten Platz nach der Vorrunde mit einer makellosen Rückrunden-Bilanz von 8:0 Punkten auf den zweiten Tabellenplatz. Zum Auftakt des Spieljahres beim SV Altenweddingen mit 1:14 arg unter die Räder gekommen, gelang in eigener Halle mit 9:7 die Revanche.

Der TSV Hadmersleben mit Ronny Wolff (14:6), Andreas Stritzke (5:5), Nico Schröder (12:16), René Frehde (16:14), Marcus Groß (15:11) und Volkmar Kaufmann (17:5), Maurice Rutka (20:2) und Fabian Doppke (8:8) wurde nach der Vorrunde auf Platz zwei gelistet. In der Rückrunde hatten die Hadmersleber bereits 15 Spiele auf dem Konto und nur noch drei Spiele zu absolvieren.

Durch das vorzeitige Ende blieb dem Landesliga-Absteiger SV Hötensleben eine bessere Platzierung verwehrt. Die Hötensleber mit Thomas Bratzke (19:7), Sven Gericke (7:19), Frank Pfeifer (6:0), Dietmar Kohn (14:10) Tobias Bratzke (14:12), Marcel Korb (20:6) und Manuel Janura (8:2) haderten des öfteren mit sich, bis auf drei Spiele ersatzgeschwächt antreten zu müssen.

Altenweddinger Reserve daheim unbesiegt

Als heimstark präsentierte sich der SV Altenweddingen II mit Patrick Klemme (14:12), René Miska (11:17), Steven Ramisch (22:6) René May (11:9), Christoph Raup (10:2), Chris-Marvin Hamann (16:12) und Gerald Mieruch (12:10). Die Sülzetaler blieben in ihren sieben Heimspielen ungeschlagen, wobei das ausstehende Heimspiel gegen den Tabellenführer der vorzeitigen Beendigung des Spieljahres zum Opfer fiel.

Der Aufsteiger SV Concordia Rogätz mit Frank Voigt (18:8), Daniel Kniep (7:5) Jens Ehrecke (19:5), Dennis Vollrath (8:18), Detlev Röhl (11:13), André Pasche (15:11) kehrte nach einjähriger Abwesenheit wieder in die Bezirksliga zurück. Nach dem Abstieg im Spieljahr 2017/18 aus der Bezirksliga Salzwedel/Stendal werden die Concorden mit ihrer ausgeglichenen Bilanz und Platz sechs zufrieden sein.

Eichenbarleben-Ochtmersleben hält Klasse

Der auf Platz sieben gelistete SV Blau-Gelb Eichenbarleben-Ochtmersleben mit Stefan Karpe (14:8), Daniel Stephan (5:1), Burkhard Julius (10:12), Thomas Finke (3:15), Bodo Schenke (9:15) und Siegmar Beust (11:13) kämpfte in der Vorrunde zwar gegen den drohenden Abstieg, konnte aber in der Rückrunde nach Daniel Stephans Rückkehr von TuS Haldensleben den Klassenerhalt sichern.

Gleiches gelang auch der SG Bösdorf mit Sascha Barby (17:9), Ralf Behrens (5:21), Benno Röhl (11:15), Andy Langbrandtner (7:19), Martin Heitzmann (6:14) und Günter Heitzmann (8:16) dank einer hauchdünnen Führung von nur einem Punkt vor dem Oscherslebener SC.

Das Rückspiel gegen den OSC, der somit auf einem Abstiegsplatz rangiert, fiel ebenfalls dem vorzeitigen Spielzeitende zum Opfer. Da den Bodestädtern die Chance genommen wird, sich im Spiel gegen Bösdorf den Klassenerhalt zu sichern, könnte hier die Härtefallregel zur Anwendung kommen. „Um zu verhindern, dass eine Mannschaft absteigt, die noch berechtigte Chancen auf den Klassenerhalt hätte, kann die sogenannte Härtefallregelung dazu führen, im kommenden Spieljahr in der Bezirksliga Börde mit elf Mannschaften zu spielen“, zieht André Nickel, Sportausschuss-Mitglied im TTVSA einen Überhang in Erwägung.

OSC kann auf den Klassenerhalt hoffen

Somit können beim OSC Jörg Froböse (5:1), Mel Fynn Ketzel (17:7), Frank Meißner (16:10), Karl-Heinz Schmieder (13:13), Karl-Heinz Gröber (2:16) und Marcus Degenhardt (6:14) auf den Klassenerhalt hoffen.

Wie kaum eine andere Mannschaft wird wohl der TTC Gröningen II mit Lucas Breitenstein (4:0), Thomas Stritzke (6:14) Mike Staginnus (1:9), Reinhard Sund (1:17), Wolfgang Hecht (0:22) und Thomas Jockel (4:18) das Ende des Spieljahres herbei gesehnt haben. „Berufs- und studienbedingt war schon zum Saisonbeginn nur die Hälfte der Manschaft einsatzbereit, so dass wir ständig Ersatz aus den Kreisklassen einsetzen mussten,“ blickt Vereinschef Mike Staginnus auf den für ihn logischen Abstieg der Mannschaft zurück.