Magdeburg l Bevor die Profis am Sonnabend gegen den THW Kiel spielen, startet nur einen Steinwurf von der Getec-Arena entfernt auch die A-Jugend des SC Magdeburg in die neue Bundesliga-Saison. Ab 16 Uhr fliegt in der Mehrzweckhalle der Handball. Zum Auftakt kommt der TV Gelnhausen aus Hessen.

„Eine Mannschaft, die wir deutlich schlagen sollten“, fordert A-Jugend-Trainer Fabian Metzner von seiner Mannschaft. Bis auf ein paar kleine Wehwehchen haben sich alle seine Spieler fit gemeldet. Da macht die Analyse des Gegners viel mehr Probleme. Metzner: „Ich hatte nur ein Video aus der vergangenen Saison zu Verfügung. Weil es vom Gegner auch sonst wenig Informationen gibt, ist der eine oder andere von diesen Spielern möglicherweise schon zu alt.“

Zwei Neuzugänge dabei

Aber auch der SCM-Nachwuchs hat sich verändert. Lukas Diedrich kann aus Altersgründen im Tor nicht mehr aushelfen und spielt nur noch für die Youngsters. Mit Jonas Wucherpfennig, Tom Diestelberg und Niklas Behrendt stehen aber drei gute Torhüter zur Verfügung. Zwei Spieler sind auch komplett neu im Kader. Rechtsaußen Tim Kloor kam aus Schwerin und Kreisspieler Lasse Bahr aus Rostock. Letzter kann sogar noch B-Jugend spielen. Metzner: „Wir gehen mit einer ziemlich jungen Mannschaft in die Saison.“ Da sind Jugendnationalspieler wie Carl Haake, Renars Uscins und Alex Möller gefordert, mit ihrer internationalen Erfahrung voranzugehen.

Neuer Modus in der Jugend-Bundesliga

Neu ist auch der Modus in der A-Jugend-Bundesliga. Gespielt wird in der Zehner-Staffel nur eine Hinrunde. Von den insgesamt neun Spielen bis Dezember bestreiten die SCM-Talente vier in der eigenen Halle und fünf auswärts. Dass mit Hannover und den Füchsen Berlin zwei der härtesten Konkurrenten nach Magdeburg kommen, ist dabei von Vorteil. Metzner: „Danach qualifizieren sich die ersten vier Mannschaften für eine Achterstaffel mit Teams aus ganz Deutschland.“

Ziel ist die Meisterschaft

Neben der Nord-Ost-Staffel, wo der SCM spielt, gibt es noch eine Nord-West-Staffel, eine Mitte- und eine Süd-Staffel. Metzner: „Jeweils zwei Teams jeder Staffel bilden dann die neue Runde, die mit Hin- und Rückspielen ausgetragen wird. Es könnte also sein, dass man dann auch Flensburg und die Rhein-Neckar Löwen in seiner Staffel hat. Dadurch sind die Anreisen zwar länger, aber es wird jetzt auf jeden Fall schon ab Dezember anspruchsvoller.“

Die jeweils ersten vier aus den zwei Achterstaffeln spielen dann über Kreuz das Viertelfinale aus. Metzner: „Wir gehen natürlich mit dem maximalen Ziel in die Saison und wollen Deutscher Meister werden.“