Supermoto-Veranstalter MSV Dolle hat mit dem Rennwochenende auf dem Stendaler Flugplatz einen großen Erfolg verbucht. Im Vorfeld herrschte im Doller Verein etwas Skepsis.

Stendal l "Wir sind zufrieden, diese Resonanz hätte ich nicht vermutet", erklärt Jörn Steinig, Vorsitzender des MSV Dolle. Die Austragung dieses Motorsportspektakels war nicht zu 100 Prozent abgesichert.

"Es gab im Verein viel Skepsis", sagt Steinig. Die Fakten liegen auf der Hand. Im Vorjahr kamen nur 1600 Zuschauer, der MSV Dolle machte eine Minusgeschäft von etwa 14000 Euro.

Wäre es in diesem Jahr wieder finanziell in die Hose gegangen - der Supermoto in Stendal hätte wohl vor dem Aus gestanden.

"Machen damit keinen Gewinn"

Aber: Am Sonnabend wurden 800 und am Sonntag sogar etwa 2500 Zuschauer gezählt.

"Damit machen wir zwar keinen Gewinn, aber bekommen unsere Kosten wieder herein", meint Steinig. Sportlich kamen die Zuschauer auf jeden Fall auf ihre Kosten. Besonders erfreulich aus altmärkischer Sicht sind die Siege von Michael Kartenberg und Rico Grahn. Die Profistrecken beherrschten zwei Tschechen (Volksstimme berichtete bereits).

Der Stendaler Motocrosser Michael Kartenberg hatte eine Gastlizenz für die C1. Er lieferte sich in beiden Läufen ein ganz enges Rennen mit dem Niederländer Jaimie van Sikkelerus und holte sich wie schon im vergangen Jahr den Sieg.

Rico Grahn aus Tangermünde gewann bei den Amateuren sein Halbfinale und fuhr im Finale unangefochten an der Spitze. Beide Piloten ließen sich bei den Siegerehrungen vor heimischen Publikum ordentlich feiern.

"Bedanken uns bei Zuschauern, Sponsoren und Helfern"

MSV-Dolle-Chef Steinig und sein Team atmeten gestern erst einmal tief durch. "Wir bedanken uns bei allen Zuschauern, Helfern und Sponsoren, die dieses Wochenende möglich gemacht haben", sagt er schon mit Blick nach vorn. Im kommenden Jahr sollen die Motoren wieder brüllen. Schön wäre es.

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