Fischbeck l Der Strom der Hilfsbereitschaft für die Opfer der Hochwasser-Katastrophe vom Juni dieses Jahres war und ist groß. Und er ist - mehrere Monate danach - keineswegs abgerissen.

Das wurde am Montag in Fischbeck erneut deutlich. Die Vorsitzende des Kegelsportvereins (KSV) Fischbeck, Petra Lobitz, bekam Besuch vom Ehepaar Jutta und Heinz Brückner, bekanntlich Aktive vom TSV Tangermünde. Jutta ist die Abteilungsleiterin Bohlekegeln des TSV. Sie überbrachte einen symbolischen Scheck in Höhe von 420 Euro für den KSV Fischbeck. Die Anlage war durch das Juni-Hochwasser schwer getroffen worden und stand unter Wasser. Die Schäden sind immens. Der Bau muss schlicht und einfach ersetzt werden."Allein der Neubau, und da ist praktisch das Mobiliar noch gar nicht drin, würde etwa 45 000 Euro kosten", hat Petra Lobitz in Erfahrung gebracht.

Die Antragstellung für die Baufinanzierung erfolgt über die kommunalen Stränge, denn die ehrenamtliche Vereinsführung wäre mit derlei komplizierten und zeitraubenden Aufgaben überfordert. Zumal etliche Vereinsmitglieder persönlich schwer vom Hochwasser getroffen wurden und sich natürlich in erster Linie um ihr Hab und Gut kümmern.

Um so schöner ist die Aktion der Tangermünder Kegler, die sich als wahre Freunde erwiesen haben. Während ihrer beiden Burgfest-Turniere haben sie vor wenigen Wochen eine Geldsammlung unter den beteiligten Vereinen durchgeführt. Wohl wissend, dass für den Aufbau und die Ausstattung der Fischbecker Kegelanlage noch viel Geld nötig ist. Insgesamt beteiligten sich sieben Herrenteams (Genthiner KC, ESV Lok Stendal, Stahl Quedlinburg, SV Kropstädt, SV 90 Havelberg, Klädener SV, TSV Tangermünde), vier Damenmannschaften (GW Süplingen, Burger KC, Stendaler KC, TSV Tangermünde) sowie Gäste aus Genthin, Kiel und Binde an der Sammlung.

"Wir danken allen Vereinen und Sportlern, die uns unterstützt oder nachgefragt haben, wie sie uns helfen können, von ganzem Herzen", sagt Petra Lobitz bewegt.