Von Wolfgang Seibicke

Seehausen l Auf dem zwölften und damit drittletzten Platz der Sachsen-Anhalt-Liga im Handball sind die Männer der SG Seehausen derzeit angesiedelt, stehen bei 5:17 Punkten. Damit belegen sie den ersten Nichtabstiegsrang.

Es hätte im bisherigen Saisonverlauf besser, aber auch deutlich schlechter werden können. Pünktlich zum Saisonstart fielen nämlich gleich zwei wichtige Akteure aus dem Seehäuser Rückraum aus. Alexander Söhnel verletzte sich gleich zu Beginn der ersten Saisonpartie am Sprunggelenk und fiel für mehr als einen Monat aus. Matthias Spöttle, Söhnels Pendant im rechten Rückraum, wechselte in diesem Zeitraum aus beruflichen Gründen in den Westen Deutschlands.

Da Steven Fothke (steht vor Beendigung seines Studiums) und Christian Cornehl (arbeitsmäßig stark in Hamburg eingebunden) nicht zu jedem Punktspiel der Altmärker kommen können, ist ein beträchtliches Defizit im SG-Kader die Folge gewesen.

Im Angriff insbesondere mussten neue (alte) Wege beschritten werden. Seehausens Trainer Thomas Hennigs ließ seinen Bruder Thilo, eigentlich Abwehrspezialist, wieder verstärkt im halbrechten Angriff spielen, was der Routinier mit Bravour meisterte. Bisweilen wurde er dort durch den besonders variablen Benjamin Mittag ersetzt, auf dessen Aufbaumitteposition Linksaußen Steven Fothke rückte. Und Fothke fand außen Ersatz durch Christian Söhnel und Christian Cornehl.

"Dennoch haben wir im Angriff noch deutliche Reserven bei der Effektivität", redet Coach Hennigs nicht um den heißen Brei herum. Dagegen sind Pluszeichen bei der Entwicklung der Abwehrarbeit einschließlich der Torwartleistungen von Sebastian Kramer und Sebastian Schulz unübersehbar.