Walsleben l Besser hätte der Abschluss nach der Hinrunde für die Walslebener Eintracht in der zweiten Landesliga-Saison nicht sein können. Sie führt mit 18 Punkten und dank des besseren Torverhältnisses gegenüber dem Zweitplatzierten BSV 79 Magdeburg das Klassement an.

Die altmärkische Mannschaft hat sich nach einem Jahr Findungsphase geradezu herausragend entwickelt. Die jungen Spielerinnen wie Sophia Groß, Anja Rihsmann oder aber auch Franziska Arndt haben sich ausgesprochen gut in das Mannschaftsgefüge aus älteren und erfahrenen Akteurinnen integriert und sind nicht mehr wegzudenken. Dazu kommt Maxie Meyer, die vor der Saison nach Walsleben gewechselt ist. Sie schließt die Lücke im Mittelfeld, die durch den Ausfall von Melanie Wiechert entstanden ist.

Des Weiteren ist der Zusammenhalt der Mannschaft ein großes Plus gegenüber anderen Teams. Trotz der noch immer schmerzlichen 0:1-Niederlage beim BSV hat sie sich nicht hängen lassen, weiter gekämpft und sich den ersten Platz regelrecht erarbeitet.

Eine positive Entwicklung hat Anned Werner genommen. Die erfahrene Spielerin ließ sich geradezu vom jungen Elan anstecken und ruft nun ihr vorhandenes Potential ab. Das wünscht sich Trainer Mario Meyer auch von Katarina Gotot. Die im Mittelfeld spielende Akteurin hat noch mehr Qualität, die es rauszukitzeln gilt. Ebenfalls freute er sich über die gelungene Rückkehr von Ute Kochanke, die nach langer Verletzungspause gleich ins Team gefunden hat.

Dennoch erkannte Trainer Meyer Defizite, die es möglichst in der Rückrunde abzustellen gilt. "Das Umschalten von Defensive auf Offensive muss schneller und präziser werden. Das andere ist, dass die Qualität einzelner Spielerinnen besser werden muss, um Ausfälle von wichtigen Akteurinnen zu kompensieren", erklärt Meyer.

Aber auch Positives nimmt der Coach aus der Hinserie mit. "Die Mannschaft hat das neue System verstanden und gut umgesetzt. Dadurch sind wir von unseren Gegnern nicht mehr so leicht auszurechnen, wie es in der vergangenen Saison noch der Fall der war."

Für die bevorstehende schwere Rückrunde hat sich Meyer auch schon ein Ziel gesetzt: "Ich möchte den ersten Tabellenplatz verteidigen. Die spielerische Qualität der gesamten Mannschaft muss sich noch verbessern, um damit in der Verbandsliga mithalten zu können. Vorausgesetzt ist aber, dass wir den Sprung nach oben auch schaffen. Dadurch hoffe ich, dass wir einige neue Spielerinnen anlocken können."

Wen er damit jedoch genau meint, ließ der Walslebener Trainer offen.