Havelberg l Im Viertelfinale des Altmark-Strom-Pokals der Stadtwerke Stendal hat die SG Havelberg/Kamern mit dem Einzug ins Semifinale für die Überraschung gesorgt. Die Lindholz-Elf besiegte den Vorjahresfinalisten Medizin Uchtspringe mit 6:5 nach Elfmeterschießen.

Tabellenführer Uchtspringe zu Gast

Damit hatte vom Gastgeber vor dem Spiel keiner gerechnet, zumal mit den Uchtspringern der Tabellenführer der Landesklasse zu Gast war.

Aber die Domstädter hatten gehofft, dass sie ihre Chancen bekommen und nutzten diese eiskalt. So in der 43. Minute, als Toni Leppin einen katastrophalen Rückpass zur Führung verwertete. Dabei glitt der Ball unter die Arme von Keeper Daniel Meinert in die Maschen.

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Medizin Uchtspringe gelingt der Ausgleich

Nach dem Seitenwechsel hätten David Stamer (trifft den Ball nicht richtig) und Toni Leppin (Pfosten) alles klar machen können, so schlug Uchtspringe nach einem langen Einwurf von Manuel Stoppa zurück. Stephan Wollherr unterlief ein Eigentor zum 1:1-Ausgleich (62.).

In der letzten halben Stunde verteidigte die Spielgemeinschaft geschickt und rettete sich in die Verlängerung. Dort besorgte Manuel Stoppa in der 94. Minute die Führung für die Gäste – 1:2.

Havelberg/Kamern gleicht spät aus

Diese hätte Marcel Brinkmann in der 113. Minute ausbauen müssen, schoss aber vorbei. Im Gegenzug bekam Uchtspringe das Leder nicht richtig geklärt und David Stamer sorgte mit einem klasse Schuss aus gut 18 Metern für das 2:2 (116.).

Der Jubel kannte keine Grenzen und es ging ins Elfmeterschießen.

Klukas schießt drüber

Manuel Stoppa und Kevin Hochmüller brachten ihre sicher unter. Danach scheiterte Michael Runge an Francis Blumberg und David Stamer traf zum 4:3. Marcel Brinkmann, Blumberg, Robin Stoppa sowie Toni Leppin, zum 6:5, verwandelten. Florian Klukas trat als letzter Schütze für die Landesklasse-Elf an und schoss den Ball drüber. Damit stand der Kreisoberligist im Halbfinale.

„Ich bin so glücklich und stolz auf die Mannschaft, das haben sie sich alle verdient. Was will man mehr“, fand SG-Coach Dennie Lindholz nach dem Spiel kaum Worte.

Sein Gegenüber Lars Reifke war danach natürlich enttäuscht: „Wir haben eine erfahrene Mannschaft und haben es in der ersten Halbzeit komplett aus der Hand gegeben. Havelberg hat das gesamte Spiel seine Ordnung behalten. Das haben sie gut gemacht. Glückwunsch.“

Statistik

SG Havelberg/Kamern: Blumberg - T. Leppin, Fritze, Schulz, Wollherr, Dreisow (83. M. Leppin), Bertram, P. Seidel, M. Seidel, Stamer, Hochmüller.

Medizin Uchtspringe: Meinert - Roggenthin (90.+1 Arndt), Adam, Runge, M. Stoppa, Stein, Lilge (113. Prehm), von Stachelski, Brinkmann, R. Stoppa, Klukas.

Torfolge: 1:0 T. Leppin (43.), 1:1 Wollherr (62./Eigentor), 1:2 M. Stoppa (93.), 2:2 Stamer (116.).

Elfmeterschießen: 2:3 M. Stoppa, 3:3 Hochmüller, Runge – Torwart hält, 4:3 Stamer, 4:4 Brinkmann, 5:4 Blumberg, 5:5 R. Stoppa, 6:5 T. Leppin, Klukas – schießt drüber.