Einen echten Bigpoint in der Fußball-Landesliga landete der TuS Schwarz-Weiß Bismark am vergangenen Sonnabend. Die Elf von Trainer Dirk Grempler gewann gegen den SV Lok Aschersleben durch ein Freistoßtor von Philipp Grempler mit 1:0.

Bismark l Wie immens wichtig dieser Sieg war, zeigen nicht nur ein nackter Blick auf die Tabelle, sondern auch die Szenen nach dem Abpfiff. Völlig erschöpft aber überglücklich sanken die TuS-Spieler zu Boden, hatten aber dennoch die Kraft, den Sieg zu bejubeln. Auch Trainer Grempler dürfte nicht nur ein Stein vom Herzen gefallen sein, sondern das ganze Fichtelgebirge. Jeden seiner Spieler nahm er in den Arm und beglückwünschte sie zum Heimsieg.

Und der war auch verdient, denn Aschersleben bekam offensiv so gut wie gar nichts auf die Reihe, was sicher auch der taktischen Ausrichtung des TuS lag. Der hatte nämlich besonderes Augenmerk auf Illiger und Isa gelegt, die von Neumann und Jaeger praktisch aus dem Spiel genommen wurden.

Offensiv hatten die Platzherren zunächst zwar auch ihre liebe Mühe und Not, verzeichneten aber wenigstens ab der Mitte der ersten Hälfte einige Tormöglichkeiten. So verfehlte aber Grempler (21.) den Kasten genauso wie Grützmacher, der es in der 39. Minute einfach mal mit einer Bogenlampe aus gut 40 Metern probierte.

Die größte Bismarker Chance ließ jedoch erneut Grempler in der 41. Minute liegen, als er eine Hereingabe von Begner in unmittelbarer Tornähe nicht verwerten konnte. Da von den Gästen gar nichts kam, ging es mit dem 0:0 in die Kabinen.

Nach dem Wechsel waren es erneut die Altmärker, die irgendwie mehr vom Spiel hatten und dem Tor näher kamen. In der 56. Minute bekam der TuS einen Freistoß aus halblinker Position zugesprochen. Den trat Philipp Grempler so in den Strafraum, dass weder Freund noch Feind an das Spielgerät kam und der Ball ins lange Ecke sprang - 1:0. Der erste Weg des Torschützen führte ihn geradewegs in die väterlichen Trainerarme. Nach gut einer Stunde tauchten dann auch die Gäste einmal gefährlich vor TuS-Keeper Gust auf. Erik Schmidt kam frei zum Schuss, doch Gust war zur Stelle und warf sich in den Ball. Praktisch im Gegenzug hätte Bartsch per Kopf für die Entscheidung sorgen können, doch der Ball landete auf dem Tornetz (64.).

Nun riskierten die Gäste plötzlich dann doch etwas mehr, es fehlte ihnen aber weiterhin an der nötigen Präzision und an der Durchschlagskraft. Die Bismarker bekamen dadurch natürlich etwas mehr Räume angeboten, die vor allem der eingewechselte Bade, Steffen Rogge und auch immer wieder der aufrückende Grützmache nutzten. Zum Torerfolg reichte es jedoch nicht mehr.

Und für diesen Erfolg ließ sich Coach Grempler vor dem Spiel etwas ganz besonderes einfallen. Aus den Kabinen-Lautsprechern der TuS-Kicker dröhnte nämlich die Hymne von Union Berlin. "Das haben die Jungs wohl mal gebraucht. Soweit ich das beurteilen kann, hatten wir alle richtige Gänsehaut und konnten uns damit natürlich noch einmal gut motivieren", so der TuS-Trainer nach dem Spiel.

Für die Bismarker geht es allerdings bereits übermorgen weiter. Dann steht die Nachholpartie beim Möringer SV auf dem Programmplan. "Jetzt heißt es kurz feiern und dann wieder konzentrieren. Wir wollen natürlich nachlegen, sonst war der Erfolg gegen Aschersleben umsonst. Wir fahren dorthin, um zu gewinnen", umriss Trainer Grempler klar die Bismarker Zielstellung.

Tor: 1:0 Philipp Grempler (56.).

SR: Stefan Bauermeister (Wolfenbüttel).

Zuschauer: 59.

Vorkommnisse: Keine.

Bilder