Der SV Liesten 22 auf Platz eins, der FSV Heide Letzlingen auf Rang drei und auch der SSV 80 Gardelegen mit sicherem Polster auf die Abstiegszone auf Platz elf - lediglich der SV Eintracht Salzwedel auf Abstiegsrang 14 bleibt aus westaltmärkischer Sicht in der Fußball-Landesklasse, Staffel I, das Sorgenkind.

Salzwedel l Morgen geht der 24. Spieltag - alle acht Partien beginnen um 15 Uhr - über die Bühne. Gefordert sind auch die Salzwedeler. Die Trostmann-Elf muss die harte Nuss SV Germania Tangerhütte auf der heimischen Flora knacken, was sicherlich alles andere als einfach werden dürfte. Ebenfalls Heimrecht genießt der SSV 80 Gardelegen, für den gegen Schlusslicht SV Parey 90 nur drei Punkte zur Debatte stehen. Die beiden Spitzenteams aus Liesten (SG Blau-Weiß Neuenhofe) und Letzlingen (SSV Havelwinkel Warnau) stehen indes vor nicht einfachen Auswärtsaufgaben.

SV Eintracht Salzwedel 09 - SV Germania Tangerhütte (SR: Benedict Ohrdorf). Rico Reisener (2) und Gregor Roth schossen im Hinspiel ein 3:0 für die Eintracht heraus. "Das war die beste Partie, die wir bislang absolviert haben", erinnert sich Salzwedels Co-Trainer Burghardt Schulze gern zurück. Knüpfen die Jeetzestädter an diese Leistung an, und genau das ist das Ziel, ist morgen ein ähnliches Resultat möglich. "Aber egal, gegen wen - wir müssen jetzt einfach unsere Heimspiele gewinnen", nimmt Schulze die Mannschaft in die Pflicht. Da der SVE auf fremden Plätzen trotz oft guter Leistungen - so wie in der Vorwoche in Letzlingen (0:1) - viel zu selten punktet, müssen die Zähler gegen den Abstieg eben auf eigenem Geläuf eingefahren werden. "Unser großes Manko ist derzeit einfach die Chancenverwertung", hat der SVE-Co-Trainer erkannt. Das kostet der Eintracht immer wieder wertvolle Punkte. Das soll sich morgen gegen den Rangachten aber ändern, allerdings ohne die beiden langzeitverletzten Michael Schulze und Matthias Hille.

SSV 80 Gardelegen - SV Parey 90 (SR: Tobias Petzke). "Ein Sieg ist Pflicht", das ist für SSV-Trainer Thorsten Ebeling klar. Doch er möchte nicht nur die drei Zähler, sondern gegen das abgeschlagene Schlusslicht auch eine überzeugende Leistung seiner Elf sehen. "Wir haben in den letzten beiden Partien Punkte verschenkt. Ich erwarte, dass wir Parey unser gewohntes Spiel aufdrücken und die Sache ruhig herunterspielen", so Ebeling. Das Schlusslicht glaubt bereits nicht mehr ernsthaft an den Klassenerhalt und wird daher wohl befreit aufspielen. Die Gardelegener dürften mit einem Dreier so gut wie gerettet sein. "Ich erwarte keine große Gegenwehr, dennoch dürfen wir Parey auch nicht auf die leichte Schulter nehmen", mahnt der SSV-Coach seine Spieler. Nicht dabei sein wird Torjäger Marco Schönfeld, der verletzt ist. Doch auch ohne ihn dürften die drei Punkte machbar sein für die Westaltmärker, die auch das Hinspiel souverän mit 3:0 gewannen.

SG Blau-Weiß Neuenhofe - SV Liesten 22 (SR: Steffen Dehmel). Der SV Liesten 22 hat die SG Blau-Weiß Neuenhofe vor Augen, aber den FSV Saxonia Tangermünde im Hinterkopf. Die Saxonen schätzt Liestens Trainer Lutz Bierstedt als härtesten Konkurrenten in den verbleibenden Partien ein. Um Tangermünde auf Distanz zu halten, möchte der Spitzenreiter morgen die drei Zähler beim Tabellenneunten einfahren. "Spielerisch sind wir noch nicht da, wo wir in der ersten Halbserie waren. Doch ich bin zuversichtlich, dass es bergauf geht, denn Marian Falkenhagen ist jetzt wieder an Bord", verrät Bierstedt. Falkenhagen gehörte zuletzt beim 3:0 gegen Krevese, als er eingewechselt wurde, zu den Matchwinnern. Doch nicht nur die drei Punkte an sich will der SVL entführen, spielerisch möchte er über 90 Minuten endlich mal wieder überzeugen. "Doch wir sind gewarnt, es ist eine schwere Aufgabe für uns", weiß Bierstedt, der auf die gesperrten Matthias Wiese und Sven Komnick sowie den verletzten Niels Bierstedt verzichten muss. Im Hinspiel ging Liesten mit 5:0 als Sieger vom Platz.

SSV Havelwinkel Warnau - FSV Heide Letzlingen (SR: Danny Dmytriw). Mit Warnau (Platz fünf) und Letzlingen (Rang drei) treffen zwei Tabellennachbarn aufeinander. Es verspricht also eine spannende Partie zu werden. "Warnau ist sehr heimstark, wir wollen zumindest nicht verlieren. Ein Punkt wäre gut", gibt Letzlingens Vereinsvorsitzender und Spieler Andreas Lenz zu Protokoll. Gut möglich, dass sich Lenz morgen zwischen den Pfosten wiederfindet, denn die beiden etatmäßigen Torhüter Marc Mette und Thomas Lübke fehlen, und sollte nicht noch passender Ersatz gefunden werden, wird wohl Lenz den FSV-Kasten hüten müssen. Neben Mette und Lübke fehlen übrigens auch noch Tobias Benecke, Dirk Lamprecht, Christian Kesten und Eik Drevenstedt. Die Vorzeichen für Letzlingen stehen also nicht allzu gut. "Warnau hat zwei gefährliche Stürmer, die müssen wir abmelden. Wir werden die Sache sicherlich etwas defensiver angehen und auf Konter lauern", verrät Lenz im Vorfeld. Die Heide-Mannen könnten allerdings auch mit etwas Zählbarem den Kreveser SV überholen und auf Rang zwei zurückkehren. Das Hinspiel gewann der FSV auf eigenem Platz mit 3:1.