Arnstedt/Stendal l (wkl/wse) Gastgeber Edelweiß Arnstedt erwartete am Freitagabend im Punktspiel gegen Lok Stendal, dass seinem Auftaktsieg bei Bitterfeld/Wolfen ein weiterer Dreier folgen würde.

Die Marschroute der Gastgeber war klar, sie traten auf dem Platz auf wie ein Hund, den man von der Kette los machte, kompromisslos, zweikampfstark, bisweilen übermotiviert.

Die erste große Chance aber hatte Erdmann, der einen Ball von Nellessen in halblinker Position direkt aufnahm. Der Ball touchierte die Latte (14.).

Stendal spielte sicher aus der Abwehr heraus und daraus ergaben sich weitere Möglichkeiten. Eine mustergültige Ball-stafette in der 30. Minute über Erdmann und Nellessen konnte gerade noch durch den Arnstedter Keeper entschärft werden.

Die zweite Hälfte sah unverändert auflaufende Mannschaften. In den ersten 15 Minuten neutralisierten sich die Teams im Mittelfeld, dann aber die erste Möglichkeit für den Gastgeber. Ein weit an den Strafraum geschlagener Ball wurde durch Krause verpasst, Stefan Horlbog kam dadurch direkt in Schussposition und ließ dem fehlerlos haltenden Ronneburg keine Chance. Zwei Minuten später ein weiteres Highlight. Diesmal vom Schiedsrichter. Groß wurde beim Zweikampf an der Srafraumgrenze von hinten durch einen Arnstedter Spieler geschoben, fiel dabei mit der Hand auf dem vor ihm liegenden Ball. Da dieser sich aber jetzt im Strafraum befand, gab der Schiri, anstatt das Foul zu ahnden, einen Handstrafstoß. Peter Freund ließ sich die Möglichkeit nicht entgehen und traf zum 2:0. Dann ein sehenswertestes Tor der Gastgeber, aus halblinker Position, 25 Meter vom Tor entfernt, hielt Horlbog einfach drauf, und der Ball schlug im rechten Dreiangel unhaltbar ein. Nun wurden von den Zuschauern schon Wetten angenommen, wie hoch der Sieg ausfallen würde. Aber sie hatten nicht mit dem Aufbäumen der Altmärker gerechnet. Lok machte jetzt Druck und brachte die Abwehr zunehmend in Bedrängnis. In der 85. Minute traf Schubert, nachdem er eine Ecke von Erdmann mit der Brust über die Linie drückte und zwei Minuten später wuchtete Groß den Ball per Kopf in die Maschen. Es stand nur noch 2:3 aus Stendaler Sicht. Vier Minuten Nachspielzeit zeigte der Schiedsrichter an und Arnstedt wankte, fiel aber nicht. Daran hatte vielleicht wiederum der Schiri einen Anteil, nachdem er ein Foul an Groß im Strafraum nicht gab. Das junge Lok-Team hat sich bei Arnstedt als Mannschaft gezeigt, es ist auf dem besten Weg, auch wenn das Ergebnis etwas anderes sagt.

1. FC Lok Stendal: Ronneburg - Strube, Krause, Groß , Erdmann, Schubert, Kühn, Becken, Buschke (80. L. Breda), Nellessen, Juninho.

Zuschauer: 150.

Schiedsrichter: Sirko Müke (Schönebeck).

Torfolge: 1:0 Horlbog (63.), 2:0 Freund (65./HE), 3:0 Horlbog (70.), 3:1 Schubert (85.), 3:2 Groß (87.).