Nach Eintracht Salzwedel, dem SV und 1. FC Oebisfelde, dem SSV Vorsfelde, Heide Letzlingen, der KSG Berkau sowie dem TSV Danndorf hat sich Donnerstagnacht der niedersächsische Kreisligist TSV Helmstedt als siebte Mannschaft in die Siegerliste des Mitternachtsturniers des 1. FC Oebisfelde eingetragen.

Oebisfelde l "Ich denke, der Sieg des TSV Helmstedt geht in Ordnung", sagte nach Turnierende der Oebisfelder Peter Böse. Der erfahrene Trainer, zugleich Geschäftsführer des Kreissportbundes Altmark West, fungierte zusammen mit FCO-Chef Matthias Polep sowie FCO-Vorstandsmitglied Rolf Meyer als Kampfgericht und stand mit seiner Meinung nicht alleine.

Die Männer aus Niedersachsen, die in der Kreisliga unterwegs sind und bei ihren Mitternachtsauftritten 2011 und 2012 in der Oebisfelder Sporthalle am Bahnhof auf den Plätzen drei und zwei landeten, boten eine solide Vorstellung. Sie fanden die richtige Mischung aus Technik und Einsatz, wobei das Technische bei ihnen ganz klar im Vordergrund stand. Nicht umsonst wählten die Verantwortlichen aller Mannschaften einen TSV-Techniker, Finn Freistedt, zum besten Spieler des Turniers.

Bei allem technischen Können auf dem Hallenboden vergaßen die Helmstedter auch nicht das Torschießen. Mit 14 Treffern waren sie auch in der Offensive Spitze. Zudem stellte der Skoda-Cup-Gewinner auch die beste Abwehr. Nur vier Bälle musste TSV-Schlussmann Felix Franke aus seinem Kasten holen.

Nach Holperstart klare Siege gegen Heide und Klötze

Dabei starteten die Niedersachsen nicht unbedingt verheißungsvoll. Zum Auftakt gegen 2006-Turniersieger KSG Berkau reichte es nur zu einem knappen 1:0. Knapp, weil die Männer der Kulturellen Spielgemeinschaft aus der Ostaltmark ohne Wechselspieler angereist waren.

In ihrem zweiten Spiel gegen die als Mitfavoriten gehandelten Letzlinger legten die Helmstedter dann aber zu. Mit 3:1 wurde die Heide-Truppe bezwungen. Kurzen Prozess machten die TSVler dann in ihrer dritten Turnierbegegnung gegen den VfB Klötze. Nach 15 Minten hatten sie sich mit 5:1 durchgesetzt.

Die Überlegenheit des TSV musste auch Titelverteidiger 1. FC Oebisfelde anerkennen. Für die Allerstädter um Trainer Olaf Heßler ging es in dieser Partie, für beide Mannschaften war es der vierte Auftritt, bereits um alles. Grund: Die Gastgeber hatten nach Siegen gegen den TSV Danndorf (2:0) sowie Berkau (3:1) gegen Heide Letzlingen eine unglückliche 1:2-Niederlage kassiert. Unglücklich deshalb, weil FCO-Mann Steven Krohn wegen einer Rangelei kurz vor Ende beim Stand von 1:1 per Zeitstrafe vom Feld musste. Die numerische Überlegenheit nutzte Heide eiskalt aus und markierte praktisch mit dem Schlusspfiff durch Sebastian Oelze den 2:1-Siegtreffer.

Eine weitere Niederlage wäre für Oebisfelde daher mit Blick auf die Titelverteidigung das Aus gewesen. Doch die Heßler-Schützlinge vermochten es gegen Helmstedt nicht, das Ruder herumzureißen. Zu abgeklärt agierte der Kontrahent. Zwar keimte Hoffnung im FCO-Lager auf, schließlich schoss Philipp Günther mit seinem vierten Turniertreffer seine einheimischen Farben mit 1:0 in Führung, doch die Helmstedter wendeten das Blatt schnell. Patrick Kurtz besorgte den 1:1-Ausgleich, während Freistedt und Tomas Lippmann alles klar machten - 3:1.

Die Helmstedter hatten mit diesem Sieg nicht nur ihren vierten Sieg unter Dach und Fach, sondern vier Spiele vor Schluss auch bereits schon den Turniersieg. Denn nicht nur die Oebisfelder waren mit zwei Niederlagen aus dem Rennen, sondern auch der FSV Heide Letzlingen.

Die Heide-Truppe musste sich in ihrer vierten Vorstellung dem zu spät in die Gänge kommenden Ex-Turniergewinner TSV Danndorf, der bereits zwei Niederlagen auf dem Konto hatte, mit 2:3 geschlagen geben. Dabei sahen die Fans in der gut besuchten Halle turbulente 15 Minuten. Die Landesklassen-Männer aus der Heide gingen zweimal in Führung (1:0; 2:1). Doch sie wurden noch abgefangen. Auch weil sie etwas zu ungestüm zu Werke gingen. Schiedsrichter Norbert Möllmann von Eintracht Mechau schickte zwei Heide-Akteure mit der Roten Karte, für den weiteren Turnierverlauf waren sie allerdings nicht gesperrt, vorzeitig vom Spielfeld. Den Danndorfern, bei denen der Oebisfelder Nils Warnecke zwischen den Pfosten stand und die gegen Letzlingen zeitstrafenmäßig ebenfalls nicht ungerupft blieben, gelang so noch der Sieg. In der Endabrechnung reichte es für Danndorf schließlich für den dritten Rang.

Berkau bezwingt Letzlingen auf dem allerletzten Drücker

Letzlingen verspielte den möglichen dritten Turnierplatz hingegen im letzten Turnierspiel gegen Berkau. Heide hätte möglichst mit zwei Toren Unterschied gewinnen müssen. Doch die wackeren Berkauer wuchsen trotz konditioneller Probleme über sich hinaus. Bis in die Schlusssekunden hielten sie ein 1:1. Mit dem Schlusspfiff durften sie dann sogar laut jubeln. Denn Salam Naom besorgte auf dem allerletzten Drücker sogar noch den 2:1-Sieg für seine KSG.

Der Kreisoberligist aus der Ostaltmark schob sich damit noch auf den fünften Platz - zum Ärger des VfB Klötze. Denn die Purnitzstädter bekamen so noch die Rote Turnierlaterne überreicht. Dabei hatte die VfB-Formation durchaus gute Momente. Zwar nicht zum Auftakt gegen Letzlingen (0:3), doch im zweiten Spiel gegen Danndorf zeigte der Altmark-Kreisoberligist, was ihn ihm steckt. Mit 5:3 wurden die Niedersachsen in die Knie gezwungen. Zu großer Form lief dabei vor allem Benjamin Riecke auf. Gleich vier Treffer schenkte er den Danndorfern ein. Außerdem war Michael Wißwedel erfolgreich.

Doch nur ein guter Moment war zu wenig. So reichte es gegen die ersatzgeschwächten Berkauer nur zu einem 2:2-Unentschieden.

Auch im Altkreisduell gegen den alten Kontrahenten Oebisfelde gab es für die Klötzer nichts zu holen. Zwar lag nicht mehr die Brisanz wie vor 30 oder 40 Jahren über dem Derby, doch zur Sache ging es schon. Die Blöße zu verlieren, wollte sich keine Mannschaft geben. So spielte der VfB zunächst druckvoll auf und ging auch nicht unverdient durch Nachwuchshoffnung Tim Wührl mit 1:0 in Führung. Aber nach dem 1:1 durch Philipp Günther übernahmen die Halleherren das Kommando. Steven Blötz besorgte das 2:1. Für die Entscheidung zeichneten schließlich Richard Francke mit dem 3:1 und Diego Rothe mit dem 4:1 verantwortlich.

   

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