Zum ersten Mal hat der SV Langenapel am Sonnabend den Supercup des KFV Altmark West und der Volksstimme im Hallenfußball gewonnen. In der gut gefüllten Beetzendorfer Halle setzte sich der Kreisligist im Finale gegen den Landesligisten SV Grün-Weiß Potzehne mit 3:0 durch.

Beetzendorf l Mit Langenapel stand am Ende eine Mannschaft ganz oben auf dem Podest, die sich das auch allemal verdient hatte. Gerade, als es darauf ankam, präsentierte sich der SVL in starker Verfassung, schaltete zunächst im Halbfinale Salzwedel mit 6:0, dann im Endspiel Potzehne mit 3:0 aus. Zufrieden war natürlich auch Siegertrainer Ronny Müller: "Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung, zudem mit mehr Kompaktheit als im Vorjahr, haben wir heute verdient gewonnen." Recht hatte er: Denn wer zwei Landesligisten hintereinander stolpern lässt, der nimmt schon nicht ohne Grund den großen Siegerpokal entgegen. Den dritten Platz sicherte sich die SG Eintracht Mechau durch einen 7:6-Erfolg nach Neunmeterschießen gegen Landesliga-Konkurrent und Titelverteidiger SV Eintracht Salzwedel. Drei einzelne Personen hatten ebenfalls Grund zur Freude. Langenapels Alexander Schulz wurde zum besten Torhüter und der Mechauer Fabian Kretzschmann zum besten Spieler gewählt. Der Torschützenkönig kam ebenfalls aus Mechau. René Mangrapp gelangen sechs Treffer.

Gruppenphase

Souverän präsentierten sich vor allem die Mechauer, denn das Brandt-Team schaffte es als einzige Mannschaft, alle vier Vorrundenspiele zu gewinnen. 18 Mal hatte es die Eintracht bis dahin bereits im gegnerischen Tor klingeln lassen. Platz eins in Staffel B war also nie in Gefahr. Auch der spätere Turniersieger Langenapel unterlag der SGE mit 2:4 (Tore: Gunnar Zilt und Fred Neuling für den SVL/Philipp Noack (2), René Mangrapp und Markus Krotki für Mechau), kam aber mit drei Siegen als Rangzweiter ebenfalls weiter. Für Landesklassen-Vertreter VfB Klötze 07 (ein Punkt) sowie auch die beiden Kreisligisten MTV Beetzendorf (sechs) und SV Liesten 22 (ein) war Endstation.

Einen starken Auftritt legte auch Salzwedel in Gruppe A hin, kam unterm Strich auf zehn Zähler. Lediglich gegen Potzehne reichte es "nur" zu einem 2:2. Christian Tiedge und Christian Radde trafen für den SVE, Oliver Gase und Mathias Lenz für die Grün-Weißen. Potzehne errang Platz zwei, der ebenfalls für das Halbfinale reichte. Den Gruppensieg versaute der SSV 80 Gardelegen den Potzehnern, denn er gewann das abschließende Duell gegen die Grün-Weißen durch Tore von Michael Hille und Andreas Kulina mit 2:0. Für die Gardelegener war dies der einzige Sieg überhaupt, sie schieden genau wie die beiden Landesklassen-Konkurrenten FC Jübar/Bornsen (beide vier Punkte) und FSV Heide Letzlingen (drei) frühzeitig aus. Dieter Förster, Trainer der Letzlinger, erreichte sein Minimalziel. "Wir wollten heute unbedingt gegen Gardelegen gewinnen, und das ist uns gelungen", reagierte Förster mit einem Schmunzeln auf das Ausscheiden. Das goldene Tor beim 1:0 gegen den SSV hatte übrigens Nico Kranich erzielt.

Halbfinale

Bitterböse erwischte es zum Semifinal-Auftakt die Salzwedeler Eintracht. Zuvor noch die Gruppenphase dominiert, wurde das Team von Mario Seidel förmlich vom SV Langenapel zerpflückt. Zum Mann dieses Spiels avancierte Hannes Zilt, der allein dreimal traf. Außerdem trugen sich beim überraschend souveränen 6:0-Erfolg des stark aufspielenden Kreisligisten auch Thomas Mumme und Andreas Beneke (2) in die Torschützenliste ein. Anschließend kam es zum Aufeinandertreffen der beiden Landesligisten aus Mechau und Potzehne. Die Grün-Weißen mussten ein wenig mit den Kräften haushalten, reisten sie doch nur mit einem Minikader an. Doch die von Lothar Stallmann betreuten Potzehner machten ihre Sache ordentlich, verteidigten gegen druckvolle Mechauer das eigene Tor und setzten zwei blitzsaubere Konter. Enrico Bierstedt und Stephan Niebuhr schlossen diese zum 2:0-Sieg ab.

 

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