Klötze l Klötze ist Handball. Genau davon durften sich die zahlreichen Zuschauer in der prall gefüllten Hegefeld-Sporthalle am Mittwochnachmittag überzeugen. Der Handball-Förderverein Klötze lud nämlich alle Nachwuchsmannschaften des VfB 07 zum internen Treffen zwischen den Weihnachts- und Neujahrsfeiertagen ein. Diese Einladung nahmen die Spielerinnen und Spieler natürlich gern an und darüber hinaus auch zum Anlass, ein spaßiges Turnier zu spielen, bei dem es natürlich mehr um den Spaß als um die Ergebnisse ging.

Es ist doch immer wieder erstaunlich, dass so ein kleines Städtchen wie Klötze junge Menschen begeistern kann, Sport zu treiben - besser gesagt Handball zu spielen. "Mittlerweile machen das wieder über 120 Aktive bei uns im Verein", berichtet Michael Cibis stolz, während er auf die Platte in der Hegefeld-Halle blickte. Dort spielten gerade die C-Jungen gegen die kleinen E-Handballer. "Es ist uns gelungen, den Handballsport wieder interessanter zu machen. Mit einem starken Förderverein im Rücken haben wir knapp 10000 Euro in Spielkleidung wie Trikots und Anzüge von der ersten Männermannschaft bis hin zu den Minis investiert und das alles innerhalb eines Jahres". Cibis selbst ist natürlich nicht untätig und hat großen Anteil am Aufschwung des Handballsports in Klötze. Gemeinsam mit Michael Jahn und Dirk Ryga aus Beetzendorf betreut der die Minis des Vereins - die Zukunft scheint gesichert. Aber auch Stefan Lietze und Stefan Wolfgramm, die sich gemeinsam um die E-Junioren kümmern, Netty Wolfgramm, die die E-Juniorinnen betreut, oder aber auch Gerald Benecke und Silke Galda, unter deren Leitung die C-Mädchen des VfB bereits auf Bezirksebene aktiv sind - sie alle tragen dazu bei, dass der Handball eine starke Abteilung im VfB bildet. Doch damit nicht genug. Darüber hinaus wurde mit der SG Neuferchau/Kunrau unter der Leitung von Reno Thiele, der an dem Mittwochnachmittag nicht anwesend sein konnte, eine Spielgemeinschaft der C-Junioren gebildet. Weiterhin spielen die A-Mädchen unter der Leitung von Heiko Paul und Frank Richter bereits in der Frauen-Altmarkliga und dort eine gute Rolle. Die Handballspitze des Vereins bildet derzeit natürlich die erste Männermannschaft, die in der 1. Nordliga auf Punktejagd geht. In der zweiten Mannschaft, die in der Kreisliga spielt, halten sich die alten Hasen und auch Cibis selbst noch fit.

Das nachweihnachtliche Turnier, das bereits zum zweiten Mal in dieser Form ausgetragen wurde, ist aber nicht der einzige vereinsinterne Höhepunkt bei den VfB-Handballern. "Im Sommer gibt es dann das große Sommerfest mit allen Teams des VfB Klötze", weiß Cibis weiter zu berichten. Und der hat sich gemeinsam mit seinen Mitstreitern ein großes Ziel gesetzt. "Wir wollen die Handballsport beim VfB Klötze vorantreiben". Der Beweis, dass dieses Ziel schon teilweise erreicht wurde, stand am Mittwoch auf der Platte.

Aufbau einer F-Mannschaft ist noch in Planung des VfB 07

Und mit weiterem Zulauf ist zu rechnen. "Wir haben nun schon wieder ein paar Kinder, die vom Alter her genau zwischen die Minis und die E-Junioren passen. Das wäre natürlich schön, wenn wir daraus eine weitere Mannschaft formen könnten", spricht Cibis Kinder der Jahrgänge 2004 bis 2002 an. Dabei ist allerdings eine Zusammenarbeit mit den umliegenden Vereinen wie MTV Beetzendorf, SG Neuferchau/Kunrau oder Eintracht Immekath unabdingbar. "Im Nachwuchsbereich klappt das auch sehr gut, was die Beispiele mit der SG Neuferchau oder bei den Minis mit dem MTV Beetzuendorf zeigen". Herauszuhören war da natürlich auch der Wunsch, diesen Gedanken der Zusammenarbeit im Erwachsenenbereich voranzutreiben. "Das steht aber noch auf einem anderen Blatt Papier. Das wird wohl noch einige Zeit dauern, ehe das soweit ist", so Cibis.

Zurück zum Turnier. Mittlerweile versteht man sein eigenes Wort nicht mehr in der Hegefeld-Sporthalle. Kein Wunder, die Minis haben die eigenen Eltern zu einem Spiel herausgefordert. Gespielt werden 15 Minuten. Die Eltern sielen zu sechst mit einem Minispieler im Kasten. Die Minis mit 15 Spielerinnen und Spielern nebst Coach Dirk Ryga zwischen den Pfosten. Stolz zeigten die kleinen Handballer, was sie bereits im Training gelernt haben. Dribbeln, Fangen, Laufen mit Ball, Torwurf - alles kein Problem für die VfB-Minis, die sich am Ende diebisch über den knappen 4:3-Sieg freuten. Den gönnten ihnen die Eltern aber auf von Herzen, was an den Umarmungen nach Spielende deutlich zu erkennen war.

Danach hatte der Förderverein aber noch eine Überraschung für allen Aktiven parat. Jedes Kind und jeder Jugendliche erhielt ein Schweißband. "Im letzten Jahr hatte der Förderverein T-Shirts spendiert, diesmal eben die Schweißbänder", berichtet Cibis weiter.

Die kamen sehr gut an und wurden natürlich auch sofort angezogen. Mit einem gemütlichen Beisammensein bei Kaffee und Kuchen ging das vereinsinterne Treffen der Nachwuchsteams am Abend zu Ende.

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