Oebisfelde l Der SV Oebisfelde hat in der Mitteldeutschen Oberliga seine zweite Saisonniederlage kassiert. In heimischer Hans-Pickert-Halle mussten sich die Allerstädter der HSG Freiberg mit 28:30 (14:19) geschlagen geben. Nach fünf Spieltagen haben die Männer um ihren Trainer Thomas Meinel nun 6:4 Zähler auf dem Konto und rangieren auf dem fünften Rang.

Ausfall von Oliver Meinel

Auch das Spiel gegen die Freiberger mussten die Oebisfelder mit argen personellen Problemen in Angriff nehmen. Verschärft wurden diese noch durch den kurzfristigen Ausfall von Oliver Meinel wegen einer Erkrankung.

„Die Jungs haben zwar verloren, doch was sie bislang mit Blick auf die zahlreichen Ausfälle auf die Beine gestellt haben, fordert Respekt“, sagte nach Abpfiff SVO-Anhänger und Ex-Handballer Gunter Stottmeister und merkte an: „Mit etwas mehr Glück hätten wir das Spiel auch gewinnen können.“

In der Abwehr zu brav

Die Ursache, warum dem SVO nicht der zweite Heimsieg gelang, sah Trainer Meinel unter anderem in der ersten Halbzeit: „Wir haben während der ersten 30 Minuten in der Abwehr viel zu brav agiert.“

Die Freiberger sorgten indes gleich für eine Überraschung. Denn in der Defensive agierten sie zunächst mit einer komplett offenen Manndeckung. Der SVO zeigt sich jedoch nicht beeindruckt, lag nach einem Doppelschlag von Tim Schroeter und Steve Sauer in Minute vier mit 3:2 vorn und hielt bis zum 9:10 (17.) durch Alexander Vogel Anschluss.

Oebisfelde bekommt Probleme

Dann stellten die Freiberger ihre Abwehr auf den 6:0-Block um und die Oebisfelder bekamen Probleme. Nicht nur beim Abschluss, sondern auch in der eigenen Verteidigung lief es nicht mehr rund. Die HSGler kamen so auch zu einigen einfachen Toren, nutzten aber auch den Fakt, dass die beiden SVO-Torhüter in dieser Phase kaum eine Hand an den Ball bekamen. Ergebnis: Die Freiberger entfernten sich. In Minute 21 lagen sie mit fünf Treffern vorn (14:9) und hielten diesen Vorsprung auch zur Pause (19:14).

Im zweiten Abschnitt sahen die knapp 300 Fans dann aber einen SVO, der an seine kräftemäßigen Grenzen ging. Insbesondre auch der bald 38 Jahre alt werdende Kreisläufer und Abwehrspezialist David Eckert und Nico Bischoff. Die beiden reaktivierten Akteure waren mitverantwortlich dafür, dass ihre Farben die Szenerie in Angriff und Abwehr zunächst bestimmten. So gelang den Oebisfeldern mit einem famosen Fünf-Tore-Lauf bis zur 39. Minute der 19:19-Ausgleich.

Freiberg geht in Führung

Erst elf Minuten nach Wiederanpfiff kamen dann die Gäste zu ihrem ersten Treffer. Sie gingen mit 20:19 wieder in Führung. Die Partie entwickelte sich nun zu einem „Aufreger“ für die Fans. Die Führung konnten die unermüdlich kämpfenden und auf der letzten Rille spielenden Allerstädter aber nicht mehr übernehmen. „Wir hätten es packen können. Doch in einigen Szenen waren wir beim Abschluss dann doch etwas zu inkonsequent“, kommentierte Thomas Meinel.

So konnte die HSG schließlich nach dem letzten SVO-Ausgleich zum 24:24 (50.) durch Alexander Vogel die entscheidenden Torakzente (29:26/57.) setzen.

SV Oebisfelde: Drese, Weis - Vogel (7/1), Götz, Heidler (3), Butzek, Koch, Schroeter (6), D. Schliephake(3), Eckert (5), Sauer (2), N. Bischoff (2).

Siebenmeter: 1/1; Zeitstrafen: 5.

HSG Freiberg: Balin, Hensel - Bayer (4), Lehmann (1), Wolf, Neumann (8), Jahn, Richter (5/2), Matschos (4), Rabe, Gelnar (4), Renzing, Werner (3), Mojzis (1).

Siebenmeter: 3/2; Zeitstrafen: 3.