Lemsdorf (dhe). Einfacher als erwartet gestaltete sich das Heimspiel der MSV-Classic-Kegler am 7. Spieltag der 3. Bundesliga Ost gegen den Aufsteiger Nerchau. Ohne Ulf Wunderlich und Dirk Hecht antretend genügte eine eher durchschnittliche Mannschaftsleistung, um die Punkte an der heimischen Bodestraße zu behalten.

Magdeburg hatte eigentlich mit energischer Gegenwehr und angreifenden Gästen gerechnet, doch der 5 429:5 255–Sieg geriet niemals ernsthaft in Gefahr. Die Gäste aus Sachsen, selbst mit einigen Jahren Bundesliga-Erfahrung im Gepäck angereist, enttäuschten auf mehreren Positionen und behalten nach dieser Niederlage weiterhin die rote Laterne. Bei bereits drei Heimniederlagen und erst einem gewonnenen Spiel schwebt bereits jetzt schon ein dickes Abstiegsgespenst über den Keglern des NSV. Die Lemsdorfer feierten den vierten Saisonsieg und festigten damit einen guten vierten Tabellenplatz.

Schon im Startdurchgang stellten die Elbestädter die Weichen auf Sieg. Steffen Gotsch (867), der den fehlenden Wunderlich ersetzte, traf zwar weniger Kegel als angenommen, holte aber trotzdem gegen Ronny Müller noch sieben Punkte heraus. Im anderen Duell punktete Sven Ostermann mit 924:841 noch deutlicher gegen Torsten Stieler. Der MSV ging mit komfortablen 90 Holz Vorsprung in die zweite Runde.

Dirk Sommermeyer und Maik Siegemund zeigten auf Magdeburger Seite jeweils ein konstantes Spiel, jedoch auch mit einigen Verbesserungsmöglichkeiten. Für die Gäste gab es im Mitteldurchgang viel Licht, jedoch auch sehr viel Schatten. Während Tilo Grüneberger mit 959 Punkten Tages- und Mannschaftsbestwert erzielte, kam die Leistung seines Mitspielers Michael Block (795) einem kleinem Debakel gleich. So packte der MSV weitere 21 Punkte auf seinen Vorsprung drauf.

Im Finaldurchgang passierte dann nichts außergewöhnliches mehr. Magdeburg verwaltete seine Führung auf hohem Niveau. Steffen Blumtritt (923) und Gerhard Piekacz (930) harmonieren im Moment als Schlussduo hervorragend. Die Gäste ließen sich noch einmal inspirieren und zeigten mit Schindler (892) und Neubert (908) gute Kegelkost. Am Magdeburger Sieg war aber niemals mehr zu rütteln.

MSV 90: Gotsch (867), Ostermann (924), Sommermeyer (903), Siegemund (882), Blumtritt (923), Piekacz (930).