Magdeburg. Unglücklich mit 1:2 (0:1) verlor der Magdeburger FFC am 12. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga Nord der Frauen beim Tabellenvierten SV Werder Bremen und steht damit weiter auf Platz zehn der Tabelle.

Die Gastgeberinnen, die in den vergangenen drei Spielen nicht gewinnen konnten, waren zwar ballsicherer, doch bis zur 25. Minute konnten sie sich, ebenso wie die Gäste um Trainer Steffen Rau, keine nennenswerte Torchance herausspielen.

Bremens Stürmerin Nahrin Uyar machte sich in der 25. Minute zu einem Solo auf und konnte im Strafraum nur unfair von Patricia Steinbrück von den Beinen geholt werden. Den fälligen Elfmeter verwandelte die Gefoulte sicher und ließ Almuth Schult im Magdeburger Tor keine Chance. Fünf Minuten später fast das 2:0 durch Jessica Golebiewski, doch MFFC-Keeperin Almuth Schult rettete in letzter Sekunde.

Auf der Gegenseite hatte MFFC-Mannschaftskapitän Anne Roeloffs wenige Sekunden vor dem Halbzeitpfiff den Ausgleichtreffer auf dem Fuß. Katja Gabrowitsch passte auf Roeloffs, die, von ihrer Gegenspielerin Holsten eskortiert, Bremens Torhüterin Marten bereits überlief. Doch im entscheidenden Moment klärte Holsten noch zur Ecke (45.).

In der zweiten Halbzeit waren 15 Minuten gespielt, da hatte Bremens erfolgreichste Torschützin Maren Wallenhorst das 2:0 auf dem "Schlappen", doch versprang ihr der Ball, so dass Torhüterin Schult die Situation klären konnte (60.).

Dann hatte der MFFC durch Jennifer Horwege eine Doppelchance. Zunächst verpassten an der Fünf-Meter-Linie die heranstürmende Schuster und Steinbrück ihre Eingabe. Dann strich ihr Torschuss am langen Pfosten vorbei (65. und 67.).

Das Team von Trainer Rau war nun auch "im" Spiel, die Bremerinnen konterten. So jagte Wallenhorst in der 68. Minute den Ball über das Tor. Wie einfach Toreschießen sein kann, demonstrierten die Magdeburgerinnen in der 77. Minute. Gabrowitsch passte mit Übersicht auf die eingewechselte Kunschke, die direkt auf Schuster spielte. Diese ließ Bremens Torhüterin keine Abwehrmöglichkeit.

Die Gastgeberinnen waren danach durch Eckbälle gefährlich. Brachte der erste nichts ein (81.), fiel nach der nächsten Ecke das entscheidende Tor. Eine Notthoff-Ecke landete bei Schröder, doch dieses Mal "nickte" Wallenhorst das Schröder-Kopfallzuspiel aus Nahdistanz in die Maschen.

In den Schlussminuten warfen die Magdeburgerinnen alles nach vorn, um doch noch einen Punkt zu retten. Doch das Glück des Tüchtigen war bei den Möglichkeiten vor Horwege und zweimal Jacqueline Ernst mit den Norddeutschen.

MFFC: Schult – Steinbrück, Abel, Beinroth, Ernst, Träbert (71. Kunschke), Gabrowitsch, Vogelhuber, Roeloffs, Knipp (61. Horwege), Schuster (83. Mujovic).